Mit dem Award kann Gas gegeben werden

Mit dem Award kann Gas gegeben werden

Gaggenau (tom) - Für manche dürfte es so etwas wie ein Ritterschlag sein, für Gerhard Stefan und seinen Sohn Philipp Göller ist es auf jeden Fall eine wichtige Anerkennung ihrer Arbeit. Ihre Version eines Porsche-Sportwagens erhält im Februar eine Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs German Design Award.

"Mit diesem Titel haben wir eine offizielle Anerkennung", freut sich Philipp Göller, "es ist eine Anerkennung nicht für etwas Hingebasteltes, sondern für unser Gesamtkonzept."

Viel Arbeit wurde in das Fahrzeug mit der Bezeichnung GS 964 investiert. Auf der Basis eines Porsche Typ 964 der Baujahre 1989 bis 1993 sei ein eigenständiger Sportwagen entstanden. Nicht nur das Äußere habe man neu gestaltet, zum Beispiel Kotflügel, Stoßstangen, Seitenverkleidungen und Beleuchtungseinheiten. Auch die Innenausstattung habe man komplett neu entwickelt: Armaturenbrett und Sitze beispielsweise. Darüber hinaus wurden die Motorleistung, erhöht, das Fahrwerk optimiert, die Bremsanlage angepasst: "Zusammenführung aller von uns entwickelten Komponenten zu dem GS 964."

Der Jury hat es offensichtlich gefallen. "Der Entwurf kombiniert den Porsche-Klassiker mit modernen Elementen zu einem außergewöhnlichen Modell, das Emotion pur verkörpert. Eine beeindruckende Designarbeit, die formal und technisch sowie außen wie innen bis ins Detail stimmig ist", wird die Preisverleihung begründet.

Philipp Göller, Inhaber des Autohauses Stefan GmbH, sowie Vater und Firmengründer Gerhard Stefan formulieren es ein bisschen anders, was ihren "Apparat" wie sie ihn bezeichnen zu einer "Skulptur auf vier Rädern" mache: "Hier wird Ihnen nichts von Assistenzsystemen abgenommen, die Sie zum Zuschauer auf dem Fahrersitz machen." Auf den Punkt bringen sie es mit diesem Satz: "Nichts regelt hier ab."

Mit dem Rückenwind des German Design Awards können sie nun eine Kleinserie in Angriff nehmen, mit der Kunden beliefert werden, die ein spezielles Fahrzeug wollen.

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