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Längere Sommerabende mit Genehmigung der Stadt
Einen lauen Sommerabend lassen viele gerne bei einem kühlen Getränk im Freien ausklingen. In Rastatter Gaststätten ging das bislang offiziell nur bis 22 Uhr.   Foto: F. Vetter
13.09.2017 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - Laue Sommerabende verbringen viele Menschen gern im Freien. Zum Beispiel auf der Terrasse eines Restaurants. In Rastatt ist das aber eigentlich nur bis 22 Uhr erlaubt. Dieses Jahr machte die Stadtverwaltung testweise Ausnahmen von der vergleichsweise strengen Regel. Sechs Gastronomiebetriebe machten mit. Bislang gab es keine vermehrten Klagen.

Das verwunderte Kopfschütteln seiner Gäste hätten Gerd Söllner und seine Kollegen regelmäßig geerntet, wenn sie um 22 Uhr mit der Bitte an die Tische treten mussten: Ab jetzt bitte nach drinnen umziehen. Der Inhaber von "Gerd's Flammkuchen", der sein Lokal jüngst aus gesundheitlichen Gründen stillgelegt hat, ist Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Rastatt. Die Gastronomen waren schon Mitte vergangenen Jahres an die Stadtverwaltung mit dem Wunsch herangetreten, die "Sperrzeiten für die Außengastronomie", wie das im Verwaltungsdeutsch heißt, zu reduzieren. Die Bewirtungszeiten auf den Terrassen wollten sie von 22 Uhr unter der Woche bis 23 Uhr und am Wochenende bis 24 Uhr verlängern.

In Baden-Baden zum Beispiel dürfen die Gaststätten vom 1. Juni bis 30. September bis 24 Uhr Gäste draußen bewirten, im restlichen Jahr bis 23 Uhr. In Gaggenau ist um 23 Uhr Schluss - unabhängig von der Jahreszeit. Und in Bühl können Wirte in der Innenstadt jährlich auf Antrag bis 23 Uhr draußen öffnen, sonst bis 22 Uhr. Die im Dehoga vertretenen Gastronomen empfanden die Rastatter Regelung als zu streng, was sich schlecht aufs Geschäft auswirke. Auch wegen der Konkurrenz in den Nachbarstädten. "Außerdem hat sich das Freizeitverhalten gerade bei den jungen Leuten in den vergangenen Jahren doch ziemlich verändert", gibt Gerd Söllner zu bedenken. Viele kämen gegen 21 Uhr erst ins Restaurant und seien um 22 Uhr noch nicht mal mit dem Essen fertig, wollen dann aber natürlich noch gemütlich beisammensitzen. Die Stadt solle für das Image und die Attraktivität Rastatts für Einheimische und Touristen eine großzügigere Regelung schaffen.

Die Gastronomen hatten mit ihrer Bitte Erfolg: Zumindest testweise und zunächst auf das Jahr 2017 befristet durften (und dürfen, falls es das Wetter noch mal zulässt) die Wirte ihre Terrassen auf Antrag von Donnerstag bis Samstag bis 23 Uhr nutzen. Die Ausnahme gilt während der Sommerzeit, dieses Jahr also vom 26. März bis 29. Oktober.

"Die Zahl der Anträge auf Verlängerung der Außengastronomie hält sich sehr in Grenzen", antwortet die städtische Pressestelle auf die Anfrage des BT, wie viele Betriebe die neue Regelung nutzten. Insgesamt sechs Gaststätten, davon drei in der Innenstadt, haben dieses Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt.

Grundsätzlich möchte die Stadt einen Ausgleich schaffen zwischen den Interessen der Gastronomie und dem abendlichen Ruhebedürfnis der Anwohner. Vermehrte Beschwerden wegen der längeren Außenbewirtschaftung seien nicht zu verzeichnen. "Unser Eindruck ist, dass die Gastronomen sehr verantwortungsbewusst damit umgehen", so Citymamager Johannes Flau, "gleichwohl gibt es derzeit immer wieder Beschwerden über eine zunehmende Lärmbelästigung in der Innenstadt, insbesondere durch die sogenannten Poser. Ein Zusammenhang zwischen längerer Außengastronomie und den demonstrativen Rasern ist jedoch nicht gegeben, das muss getrennt voneinander betrachtet werden."

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