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Leitlinien für die Integration
Ohne Deutschkenntnisse ist alles nichts: Die Qualität der Sprachkurse für Migranten soll intensiver überprüft werden.  Foto: Landratsamt
07.12.2017 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Mit einem Integrationskonzept gibt sich der Landkreis Rastatt Leitlinien, wie die Einbürgerung von Menschen mit ausländischen Wurzeln und das Zusammenleben mit Einheimischen gefördert werden können.

Bei einer Gegenstimme von AfD-Kreisrat Werner Patzelt - er plädierte lieber für ein Remigrationskonzept - hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss dem Kreistag das Konzept als Beschlussvorlage empfohlen. Das Werk stammt aus der Feder der Integrationsbeauftragten Tamina Hommer, die diverse Handlungsfelder aufgezeigt und Ziele für das Jahr 2018 formuliert hat.

Das fast 60-seitige Konzept listet auch die bislang schon praktizierten Angebote auf, die von verschiedenen Stellen im Landkreis geleistet werden. Hommer erklärte im Ausschuss, dass die Arbeit bewusst nicht nur auf Flüchtlinge ausgerichtet sei. Stand 2015 lebten im Landkreis Rastatt fast 27000 Ausländer, also knapp über elf Prozent der Gesamtbevölkerung. Die häufigsten Herkunftsländer sind die Türkei, Italien und Rumänien.

Angefangen von Sprache und Bildung, über Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Sozialberatung bis hin zu Partizipation und bürgerschaftliches Engagement reichen die skizzierten Handlungsfelder. Einmal im Jahr soll dem Kreistag berichtet werden, inwieweit die Ziele erreicht oder verfehlt worden sind.

Am Ratstisch wurde das Integrationskonzept fast einhellig begrüßt. Im Mittelpunkt müsse das Prinzip "fördern und fordern" stehen. SPD-Fraktionschef Jonas Weber ermunterte die Verwaltung, stärker eine Moderatorenrolle einzunehmen und gerade bei der Job-Vermittlung im Zusammenspiel mit der Arbeitsagentur Flagge zu zeigen. Dezernent Jörg Peter berichtete, dass man sich Gedanken über die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft mache. Diese Idee soll auch das vom Landkreis initiierte gemeindeübergreifende Netzwerk "Neue Heimat" diskutieren, das im März 2018 aus der Taufe gehoben wird.

Für das kommende Jahr hat die Integrationsbeauftragte folgende Ziele ausgerufen: Qualitätssicherung der Deutschkurse durch Hospitationen, Rückmeldungen und Abschlussprüfung sowie anschließende Potenzialanalyse durch die Arbeitsagentur, um den Teilnehmern eine Anschlussmaßnahme anbieten zu können; Erarbeitung eines Systems zur besseren Koordinierung der Integration in den Arbeitsmarkt; Veranstaltungen zur Gesundheitsprävention; Fahrradtraining für Kinder in Gemeinschaftsunterkünften; Informationsveranstaltung für Ehrenamtliche zu Antragsformularen und Zuständigkeiten der Verwaltungen.

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