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Boxer auf der Suche nach mehr Platz
Extraeinheiten für die Talente im Herzstück der ehemaligen Lagerhalle: Der selbstgebaute Boxring dient dem besseren Trainingsbetrieb.  Foto: Merkel
05.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Rastatt - In der alten Lagerhalle Am Grün 4 liegt der Geruch von Schweiß in der Luft. Im Inneren des Gebäudes geht es nämlich ordentlich zur Sache. Ob am Boxsack, beim Schattenboxen vor dem Spiegel oder im Ring: Die Aktiven des Rastatter Millennium Boxclubs lassen beim Training die Fäuste fliegen und kommen dabei mächtig ins Schwitzen.

"Rund 110 Mitglieder haben wir mittlerweile. Angefangen hat es mal mit fünf", erzählt der Vorsitzende Alexander Bullach mit Blick auf die sechs- bis 15-jährigen Jungs, die gerade die Anweisungen ihres Trainers in die Tat umsetzten.

Seit Ende 2013 ist der Boxclub ein eingetragener Verein und stetig am Wachsen. Zusammen mit seinen Vorstandskollegen Thomas Schäffer und Mladen Pistelek hat Bullach das Projekt ursprünglich als Hobby ins Leben gerufen. Momentan finden an vier Tagen in der Woche angeleitete Trainingseinheiten in verschiedenen Altersgruppen und Kampfsportarten statt.

Neben Boxen, bietet der Club auch Kickboxen und Sambo, eine russische Kampfsportart, an. "Unser Verein ist für alle da. Egal welche Nationalität, Religion oder sozialer Status - hier sind alle gleich", betont Bullach, der selbst als lizenzierter Trainer sein Wissen weitergibt. Dass dabei nicht nur das "Draufhauen" trainiert wird, darauf legt er großen Wert. "Wir wollen unseren Jugendlichen und Mitgliedern soziale Komponenten mit auf den Weg geben."

So stehen besonders die Disziplin und der Respekt voreinander im Mittelpunkt - nicht überraschend also, dass jeder der die Halle betritt, mit Handschlag begrüßt wird. "Es läuft bei uns alles sehr familiär ab. Wir unterstützen uns gegenseitig und gehen beispielsweise zusammen zu Kämpfen", so Bullach.

Dass die Trainingsarbeit und das Engagement, das sowohl die Verantwortlichen, Trainer und Sportler an den Tag legen, Früchte trägt, zeigen die jüngsten Erfolge zweier Nachwuchsakteure bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Ruit.

Um ihren Mitgliedern noch mehr bieten zu können, haben die Entscheidungsträger immer wieder neue Ideen. Denkbar für die Zukunft wäre es, neue Räumlichkeiten anzumieten. "Wir sind 2016 von der Sporthalle der Anne-Frank-Schule hierher umgezogen. Der Zuspruch der Mitglieder wird aber immer größer, und wir bräuchten eigentlich mehr Platz", sagt Bullach. Um die aktuellen Räumlichkeiten boxtauglich zu machen, musste der Verein 2016 in Eigenverantwortung die ehemalige Lagerhalle renovieren. Herzstück ist seitdem der den Normen entsprechende und selbstgebaute Boxring.

Neben den logistischen Anforderungen schweben den Verantwortlichen zudem selbst ausgetragene Wettkämpfe vor. "Wir wollten schon in diesem Jahr Meisterschaften organisieren, leider war ein anderer Verein schneller als wir. Für die Zukunft ist das allerdings auf jeden Fall geplant und soll als neuer Ansporn für unsere Sportler dienen", sagt Bullach.

Viele Trainingseinheiten und -angebote sind mit Sicherheit kein Nachteil, um in Zukunft erfolgreich zu sein - und so wird auch weiterhin der Geruch von Schweiß die Räumlichkeiten in der alten Lagerhalle begleiten.

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