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Falsch parken kann Leben kosten
19.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Frank Vetter

Rastatt - "Wollt Ihr durch? Geht nicht", stellt der Fahrer eines VW Tiguan in der Niederbühler Kirchstraße fest, bevor er einsteigt. Gut beobachtet, denkt sich der Betrachter. Wer durch will, ist René Hundert, Stadt-Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Rastatt mit der großen Drehleiter. Das zehn Meter lange Spezialfahrzeug kann wegen des Autos nicht in die kleine Straße einbiegen.

Ein exemplarischer Fall. Hundert und der Niederbühler Abteilungskommandant Markus Eisele haben zu einer Rundfahrt mit zwei Feuerwehrfahrzeugen zu neuralgischen Punkten in der Barockstadt eingeladen. Stellen, an denen die Floriansjünger im Ernstfall mit ihren Fahrzeugen wegen geparkter Autos nicht durchkämen. In Niederbühl sind dies beispielsweise die Ecke Murg-/Ringstraße oder die Hans-Thoma-Straße. In der Kernstadt demonstrieren die Feuerwehrleute im Zay und im Ludwig-Sallinger-Weg in Rheinau-Nord, was rücksichtsloses Parken bewirken kann. Das unüberlegte Abstellen eines Autos kann Leben kosten, dafür möchte die Feuerwehr Bevölkerung sensibilisieren, so Kommandant Hundert. Gerade im Kreuzungsbereich bereiten unzulässig angestellte Autos Probleme. Dabei hat man ja in der Fahrschule einmal etwas von Abständen gelernt. "Wenn die Leute die Fünf-Meter-Regelung im Kreuzungsbereich einhalten würden, wäre alles OK", so René Hundert.

Straßen, in denen versetztes Parken gestattet ist, können ebenfalls zur gefährlichen Behinderung werden, wenn die vorgesehenen Parkplätze nicht eingehalten werden. Wie in der Murgstraße in Niederbühl. Dort stünden die Pkw eben an beiden Straßenseiten auch im Halteverbot. Nicht nur die Feuerwehr hat mit den Parksündern zu kämpfen. Markus Eisele erzählt auf der Rundfahrt im Löschfahrzeug von einem Rettungswagen, der vor kurzem zu einem Unfall an der Förcher Kreuzung unterwegs war. "Die kamen nicht durch in Förch. Zum Glück kannte sich der Fahrer aus und fuhr über die landwirtschaftlichen Wege zu dem Unfall."

Es seien jedoch nicht nur die Dauerparker, die den Floriansjüngern und anderen Rettungskräften Sorgen bereiten. Kurzparker "nerven" genauso. "Ich bin ja gleich wieder weg", so die gängige Entschuldigung, die man zu hören bekomme. Paketdienstfahrer würden ihre Transporter häufig verkehrswidrig abstellen. Eltern, die - wie vor dem Wendehammer am Kindergarten Rheinau-Nord - alles komplett zuparken, oder vor Schulen beim Abholen ihrer Kinder kaum noch ein Durchkommen für andere Verkehrsteilnehmer ermöglichen, seien ebenfalls eine potenzielle Gefahr. Doch nicht nur Fahrzeuge können den Weg zum Einsatzort behindern: Nicht zurück geschnittene Hecken und Bäume können ebenso Blockaden sein.

Und wenn die Feuerwehr gar nicht durchkommt? "Wir haben ja keine Zeit, ein Auto abzuschleppen, so Kommandant Hundert. Es gibt Hilfsmittel, mit denen die Einsatzkräfte Pkw aus dem Weg schaffen können. Das kostet aber alles wertvolle Zeit, geben die Kommandanten zu bedenken.

Unwissenheit und Gedankenlosigkeit seien zum Teil die Ursache für das Fehlverhalten. Und Bequemlichkeit. "Da sind 30 Meter zu Fuß manch einem schon zu viel", weiß Markus Kiefer, Eiseles Stellvertreter bei der Niederbühler Wehr.

Stadtkommandant Hundert wünscht sich von den Rastattern, das "jeder selbst darauf achtet, wo er parkt oder ob der Ast eines Baums im Weg sein könnte". Weitere Schilder hält er nicht für praktikabel. Brandschutzzonen, Feuerwehrzufahrten und allgemeine Halteverbote würden ohnehin in Abstimmung mit der Feuerwehr eingerichtet.

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