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"Viele nehmen sich extra Urlaub"
02.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Friedrich

Rastatt - Sie sind seit Anbeginn des tête-à-tête das Rückgrat des Festivals: Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die sich nicht nur in der Festivalwoche, sondern oft bereits viele Monate zuvor engagieren. "Ohne die ehrenamtlichen Helfer ist ein solches Festival undenkbar", sagt dann auch Rastatts Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch.

Seit der ersten Auflage im Jahr 1993 mit dabei ist der Kreisbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes, Hans-Joachim Brüssow: "Jeden Tag sind wir mit 15 ehrenamtlichen Helfern im Einsatz", berichtet er. Während des Tagesprogramms sind die DRK-Mitarbeiter am Stand in der Rathausstraße und mit mobilen Teams an den verschiedenen Spielorten beispielsweise im Schlossgarten zu finden. Bei den Abendveranstaltungen sind die Helfer ebenfalls im Einsatz. "Viele nehmen sich für das tête-à-tête extra Urlaub", unterstreicht Brüssow.

Ebenfalls im Einsatz sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Beim Feuerwerksspektakel der Gruppe "Les commandos Percu" am Mittwochabend im Ehrenhof des Barockschlosses standen sie mit mehreren Fahrzeugen parat: Und mussten glücklicherweise nicht eingreifen.

Zum ersten Mal als Helfer beim tête-à-tête dabei ist Robin Vogel. Mit dem Festival-Fahrrad ist er in der ganzen Stadt unterwegs und verkauft Programmhefte an die Besucher. "Es ist richtig toll und macht mächtig Spaß", versichert der junge Mann aus Rheinstetten, der durch Bekannte auf das Festival in Rastatt aufmerksam wurde. Überhaupt sind es neben den vielen Rastattern zahlreiche Menschen jeden Alters aus der Region, die beim Festival im Dauereinsatz sind. Da ist es gut, wenn man sich zwischendurch einmal kurz im Künstlercafé in der Badner Halle stärken kann. Gemanagt wird dies zum größten Teil ebenfalls von ehrenamtlichen Helfern.

Gabi Hüttner ist seit 1995 als Helferin mit dabei. "Bei uns geht es spätestens am Montagabend mit dem traditionellen Helferessen so richtig los", berichtet sie. Die zahlreichen Stunden der Vorbereitung sind da gewiss noch gar nicht berücksichtigt. Die Helfer im Service sind in drei Schichten eingeteilt, wie Detlef Voigt weiß. Der 59-Jährige ist bereits zum fünften Mal dabei und sorgt täglich vier Stunden lang für die Verkostung der Künstler und Helfer.

3500 Essen für Künstler und Helfer

Dabei gibt es einen rotierenden Plan, so dass die Helfer sich auch einmal die verschiedenen Shows in der ganzen Stadt anschauen können. Rund 3500 Essen werden während des diesjährigen Festivals ausgegeben. "Donnerstags, freitags und samstags ist am meisten Andrang", berichtet Gabi Hüttner und freut sich, dass neben zahlreichen Helfern, die seit Jahren mit dabei sind, auch immer wieder neue Ehrenamtliche das Team unterstützen. Denn es gibt viel zu tun: Neben einem vegetarischen Essen pro Mahlzeit gibt es auch immer vegane, laktosefreie und glutenfreie Kost. Möglich ist dies, weil Küchenchef Peter Dilger in zwei Schichten vor allem von Mitgliedern der Rastatter KNG unterstützt wird.

Zum ersten Mal als Spielortbetreuerin im Einsatz ist Doris Schröder. Vor zwei Jahren ist sie nach Rastatt gezogen und freut sich, nun auf eine "offene und sehr nette Truppe" von ehrenamtlichen Helfern zu stoßen. Ihr Vorteil: Sie kann sich die verschiedenen Shows mehrmals ansehen. "Oft entdeckt man beim zweiten Mal Dinge, die man zuvor übersehen hat", berichtet sie.

Etwas hektisch wird es derweil für ihre Kollegin Petra Huck im Schlossgarten. Gleich treten die Stelzenkünstlerinnen von Cia Maduixa auf. Da müssen die Zuschauer sehr freundlich gebeten werden, doch etwas Platz zu machen. Zwischendurch beantwortet Huck geduldig Fragen rund ums umfangreiche Programm und schaut, dass die Künstler alles haben, was sie für ihren Auftritt benötigen: "Es macht riesig Spaß", sagt sie und schwärmt vom Rastatter Festival.

Da können auch Annemarie Hüttlin und Angela Ledwina einstimmen. Die beiden sind am Infostand des Fördervereins auf dem Marktplatz aktiv und beide seit mehr als 20 Jahren als ehrenamtliche Helferinnen dabei. "Die Gemeinschaft ist toll. Ein solches Festival muss man einfach unterstützen", sagt Ledwina, und Hüttlin fügt hinzu: "Ich habe viel Spaß und es gibt immer wieder spontane, tolle Kontakte." Darum geht es auch vielen anderen Helfern: Sie wollen durch ihr ehrenamtliches Engagement das Festival unterstützen und freuen sich, wenn sie am Ende einen kleinen Beitrag leisten können, damit auch die diesjährige Jubiläumsausgabe des tête-à-tête ein voller Erfolg wird.

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