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WGM finanziell am Limit
Kurz vor der Fertigstellung: Der neue Eingangsbereich mit der gemeinsamen Kasse für das Schloss und das Wehrgeschichtliche Museum.  Foto: Linkenheil
07.07.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Das Wehrgeschichtliche Museum (WGM) geht offenbar mittlerweile so auf dem Zahnfleisch, dass die finanzielle Ausstattung verbessert werden soll. Dies deutete OB Hans Jürgen Pütsch im Gemeinderat an, nachdem WGM-Direktor Dr. Alexander Jordan die Lage der Eirichtung erläutert hatte.

Jordan sagte, die Finanzierung des Museums sei mittlerweile "am untersten Limit". Grund: Die Zuschüsse verharren auf dem Niveau des Jahres 2002. Pro Jahr zahlt das Land Baden-Württemberg 220000 Euro, die Stadt Rastatt steuert 140000 Euro bei. Mittlerweile ist die Direktorenstelle von Jordan wegen der Fülle an Aufgaben von 75 auf 100 Prozent aufgestockt worden. Zur personellen Ausstattung gehören noch eine Verwaltungskraft sowie ein technischer Mitarbeiter. Mit dabei sind außerdem 16 Aushilfskräfte. Gesellschafter der 1996 gegründeten WGM-GmbH sind zu je einem Drittel die Stadt, das Land sowie die Vereinigung der Freunde des WGM Schloss Rastatt. Wie stark das Museum ausgedünnt ist, zeigte ein Vergleich Jordans: Als das WGM noch in der Verantwortung der Bundeswehr gelegen habe, seien im Museum 40 Mitarbeiter fest angestellt gewesen. Im vergangenen Jahr haben rund 15700 Menschen das WGM besucht.

Trotz der angespannten Lage sprach Jordan von einem "Traumjob", den er in Rastatt ausübe. Dem Museum, das 1934 als "Badisches Armeemuseum - Deutsche Wehr am Oberrhein" im ehemaligen Marstall des Karlsruher Schlosses gegründet wurde und nach Zwischenstationen in Badenweiler, Lenzkirch und Baden-Baden 1956 nach Rastatt übersiedelte, stehen im Schloss rund 3000 Quadratmeter zur Verfügung (Ausstellungsfläche, Bibliothek, Depots). Im dortigen Eingangsbereich wird gerade der von der Schlossverwaltung künftig mitgenutzte Kassenbereich umgebaut. Die Möbel sind bereits da; jetzt fehlt noch die technische Infrastruktur. Eckhard Salzwedel vom Landesbetrieb Vermögen und Bau beziffert die Kosten auf rund 100000 Euro.

Die Verwaltung und weitere Depoträume des WGM sind in der ehemaligen Standortkommandantur bei der August-Renner-Realschule untergebracht (720 Quadratmeter). Doch Jordan stellt sich darauf ein, dass man dort mittelfristig auszieht. Wie berichtet, erwägt die Stadtverwaltung, das ehemalige SWI-Gebäude in der Karlstraße 23 auch für Verwaltungszwecke zu nutzen. Dort könnte das WGM mit Büro- und Lagerflächen im ersten Obergeschoss unterkommen. Ob es so kommt, entscheidet sich im Zusammenhang mit einem Umbau der Realschulsporthalle. Der Mietvertrag zwischen WGM und Stadt endet im Jahr 2025.

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