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Wenn der Postmann gar nicht klingelt
Ein kurzfristiger Personalausfall ist wohl die Ursache dafür, dass in Teilen von Plittersdorf keine Post kam.  Foto: dpa
12.09.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (yd) - Den Gang zum Briefkasten konnte sich Roland Weingartner in der vergangenen Woche getrost sparen. Dabei wartete der Plittersdorfer auf einen wichtigen Brief seiner Krankenkasse. Aber der kam nicht - genauso wie die ganze andere Post der Bewohner der Dammstraße in dem Rieddorf. Über eine Woche lang wurden dort die Briefe nicht ausgetragen. Weingartner ärgert sich vor allem über die Informationspolitik des Konzerns.

"Man hätte uns wenigstens irgendwie mitteilen können, dass keine Post ausgeliefert werden kann", sagt Weingartner, der sich an die Service-Hotline der Deutschen Post gewendet hat - ohne Erfolg. Und auch bei der Postagentur in Plittersdorf konnte man ihm nicht weiter helfen.

Eine BT-Nachfrage bei der Post-Pressestelle in Stuttgart brachte immerhin Licht ins Dunkel, warum in Teilen des Rieddorfs seit dem 30. August keine Briefe mehr verteilt wurden: ,"Im Zustellbezirk in Plittersdorf kommt es wegen Personalausfalls seit einigen Tagen leider zu Engpässen bei der Briefzustellung. Wir konnten den kurzfristigen Personalausfall - gerade jetzt mitten in der Ferienzeit - leider nicht umgehend und vollständig, auch nicht durch Aufteilung der Bezirke auf andere Kollegen, ausgleichen und bedauern, dass wir seit einigen Tagen nicht alle Haushalte komplett beliefern konnten. Wir gehen davon aus, dass nach der Urlaubszeit wieder genügend Kräfte vor Ort sind, damit dann wieder eine normale und regelmäßige Zustellung erfolgen kann", heißt es in einer Stellungnahme.

Für Roland Weingartner ein schwacher Trost: "Erstens bin ja nicht nur ich, sondern auch meine Nachbarn betroffen: Die haben teilweise ein Gewerbe. Es ist doch ein Unding, dass die ihre Post nicht bekommen. Und zweitens verstehe ich einfach nicht, dass man die Zustellung nicht zumindest an ein, zwei Tagen so umstellen konnte, dass die Briefe hier ankommen." In der Tat ist es fraglich, warum die Briefe nicht wenigstens in der Post-Agentur zur Abholung bereitlagen.

Wie die Post weiter mitteilt, ist die Personaldecke in Rastatt momentan ohnehin sehr dünn. "Wir suchen im Raum Rastatt - und natürlich auch in anderen Regionen - schon seit Monaten neue Kräfte über verschiedene Rekrutierungskanäle. Allerdings ist es in der gegenwärtigen Arbeitsmarktsituation nicht einfach, geeignete Kräfte für die Brief- und Paketzustellung zu finden. Genauso schwierig wie die Suche nach regulären Kräften gestaltete sich dieses Jahr leider auch die Suche nach Ferienaushilfen. Obwohl wir auch Ferienkräften deutlich mehr als den Mindestlohn zahlen, konnten wir in diesem Jahr nicht die benötigte Anzahl an Ferienkräften gewinnen", heißt es in der E-Mail der Pressestelle weiter.

Roland Weingartner hat den ersehnten Brief inzwischen erhalten. Am Samstag wurde endlich - zumindest ein Teil - der Briefe zugestellt. "Dank eines sehr fleißigen Austrägers". "Beim ,Fußvolk' liegt der Fehler nämlich nicht. Diese machen einen hervorragenden Job", das will der Plittersdorfer explizit betont wissen.

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