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"Knapp, aber realistisch"
Grundriss-Blick auf den Bereich des Kombibads mit aufgeweitetem Flößerbach. Im Dezember soll der Architektenwettbewerb starten.                Grafik: Planfabrik SPS Architekten Part GmbH
10.10.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - "Knapp, aber realistisch": So bezeichnete Prof. Andreas Meissner von der "Planfabrik SPS Architekten Part GmbH" im Rastatter Betriebsausschuss den ausgegebenen Zeitplan für das Kombibad - wenn denn zügig die erforderlichen Beschlüsse fallen. Wie berichtet, soll die neue Schwimmstätte laut Stadtverwaltung im Frühsommer 2023 eröffnet werden, als Ziel ausgegeben wird der 19. Mai.

Die Mutmaßung, dass der Termin gewählt wurde, weil er am Ende der zweiten Amtszeit des OB liegt - "ein Finale furioso" oder die Ouvertüre zur dritten Amtszeit?, wie FW-Stadtrat Herbert Köllner mit Schalk im Nacken anmerkte - wies Hans Jürgen Pütsch zurück. Anvisiert habe man dies mit Blick auf das Landesturnfest 2023, für das Rastatt als Austragungsort im Gespräch war, dafür hätte man das Bad gebraucht. Das Turnfest '23 klappt jetzt zwar nicht, wie der OB in der Sitzung mitteilte (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite), an der Kombibad-Eröffnung zu dem Zeitpunkt will man gleichwohl festhalten.

Dafür muss der Gemeinderat im Dezember weitere Weichen stellen. Bis dahin soll - nach einem entsprechenden Workshop mit Bürgerbeteiligung - die Ausstattung des Bads, was Wasserattraktionen und Gastronomie betrifft, konkretisiert sowie der Auftrag der externen Projektsteuerung vergeben und der Architektenwettbewerb gestartet werden. Sollte das Gremium sich dazu nicht in der Lage sehen, weil im Mai ein neuer Gemeinderat gewählt wird und man diesen zum Zuge kommen lassen will, werde man letztlich ein ganzes Jahr verlieren, so der OB. Michael Weck (SPD) könnte angesichts des "mit heißer Nadel gestrickten Zeitplans", mit Blick auf zahlreiche andere Projekte und die aktuelle Ausschreibungssituation noch warten. Roland Walter (Grüne) wiederum erinnerte daran, dass gerade im "maroden" Hallenbad Alohra nach Ausführungen der Badverantwortlichen eine "technische Zeitbombe" ticke, die den Betrieb jederzeit stilllegen könne. "Nicht auf die lange Bank schieben", plädierte er.

Grundsätzliche Fragen stellte Alfons Ruf (CDU) nochmals, unter anderem zur Größe der Wasserfläche, die von einst anvisierten 2300 auf inzwischen 2800 Quadratmeter gestiegen ist, vor allem vor dem Hintergrund des Kostenanstiegs. Er befürchte, dass man am Ende bei 40 bis 50 Millionen Euro lande, damit sei man weit entfernt von der Grundlage der einstigen Entscheidung, die man in Relation zu den Kosten getroffen habe, die für eine Sanierung der bestehenden Bäder anfallen würden. OB Pütsch erinnerte in diesem Zusammenhang an die im Gemeinderat gefassten Beschlüsse, die den ursprünglich eingebrachten Vorschlag erweitert hätten, und wollte keine Zahlen mehr in den Raum stellen, ehe die gewünschte Ausstattung nicht feststehe. Vor der Dezember-Sitzung soll eine Gesamtkostenschätzung vorliegen. Auch Herbert Köllner (FW) mahnte an, auf Basis der gefassten Beschlüsse nach vorne zu schauen. Parallel dazu müssen noch Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen geplant und umgesetzt werden (wir berichteten).

Welche Erfahrungen die Stadt Offenburg mit Bau und Betrieb ihres 2017 eröffneten Kombibads Stegermatt machten, referierte zuvor der Leiter der dort zuständigen Technischen Betriebe, Steffen Letsche. 38,7 Millionen Euro hat nach aktuellem Stand dieses Bad gekostet (wofür die Stadt rund 20 Millionen Euro Eigenkapital zuschoss). Mit 2362 Quadratmetern Wasserfläche habe es 330000 Besucher im Jahr empfangen, davon nutzten viele gerade auch im Sommer den Hallenbadbereich. Stegermatt ist indes anders aufgebaut als das künftige Rastatter Bad; die Wasserflächen sind hälftig nach drinnen und draußen verteilt, das Erlebnisbecken ist unterm Dach. In Rastatt indes ist ein ebenfalls ganzjährig nutzbares beheizbares Becken draußen geplant, weshalb man letztlich auf ein Verhältnis 700 (drinnen) zu 2100 Quadratmeter (draußen) kommt.

Auch in Offenburg, wo der Badbetrieb an eine städtische GmbH verpachtet wurde (das Defizit tragen die Technischen Betriebe), fielen die Grundsatzbeschlüsse, bevor die konkrete Planung und Kostenschätzung vorlagen. Ein externer Projektsteuerer kümmerte sich dort indes nur ums Kosten-Controlling, weil für alles rund um die Planung zwei städtische Architektinnen ganz beziehungsweise teilweise freigestellt wurden. Das sei bei der Personal- und Aufgabensituation in Rastatt jedoch nicht möglich, so Pütsch. Würde man warten, bis genügend Luft dafür wäre, würden Jahre ins Land ziehen.

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