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Zufriedene Wirte, ausgelassenes Publikum
Zufriedene Wirte, ausgelassenes Publikum
12.11.2018 - 00:00 Uhr
Rastatt (fuv) - Kleine Gruppen gut gelaunter Menschen ziehen durch die Kaiserstraße, aus Gaststätten tönt Livemusik und wo Fenster einen Blick hinein erlauben, sieht man rhythmisch wippende Menschen: Die Rastatter Musik-Nacht belebte ein weiteres Mal die Barockstadt.

"Einmal bezahlen, überall dabei" lautet der Slogan der Musiksause, zu der der schwäbische Party- und Festivalveranstalter X-Events und das Citymanagement der Stadt erneut eingeladen hatten. Der Slogan beschreibt das Konzept treffend: An einer der Vorverkaufsstellen oder am Eingang zu einer der teilnehmenden Gaststätten kann man ein Ticket, ein rotes "Bändchen", kaufen und schon hat der Musikfan Zutritt zu zehn Locations in der Innenstadt, der Rheinau, im Gewerbegebiet und sogar zu einer Kneipe in Plittersdorf.

Wer die Musikmeile voll ausmessen wollte, für den bot der Veranstalter einen Shuttlebus an, der am Samstagabend zwischen 22 und 2 Uhr früh am Sonntag im 30 Minuten-Takt fünf Haltestellen anfuhr. So die Rahmenbedingung für einen Abend voller Musik und Spaß.

So unterschiedlich wie die Locations, die Gasstätten selbst, so abwechslungsreich ist die Musik, die die Bands spielen. "All you need is Beat" verkündet "Catfish" in "Lehners Wirtshaus", am Beginn der baustellengeprüften oberen Kaiserstraße tanzen im "Living" brasilianische Schönheiten ekstatisch zu den Samba-, Pop- und Reggae-Interpretationen von "Renato Pantera" und seinen Amigos, aus dem "Ratsstüble schwappt der Rockabilly-Kontrabass der "Rhythm Kings" und in der Schlossgaststätte wagt sich die "Strummingbirds"-Sängerin und Gitarristin an Johnny Cashs "Folsom Prison Blues".

Dort, wo die Bands ihre Sets möglich nah am Publikum aufgebaut haben, ist die Stimmung in den Lokalen besonders gut, einige platzen schier aus allen Nähten, es ist im Wortsinne teilweise eine heiße Partynacht. "Toll und 80 Grad", scherzt Saxofonistin Susanne von der "Rhythm Kings". Zum zweiten Mal sorgt sie mit ihrer Band im "Ratsstüble" für gute Laune. "Das sei super", stellt sie in einer Pause fest. Die Straßburger Formation ist seit vielen Jahren bei den Musiknächten dabei und mag diese Performance. Wirtin Bianca Dotzauer urteilt auf die Frage, wie sie denn die Musik-Nacht beurteilt: "Alles Super". Gastro-Urgestein Dietmar Licht, er betreibt seit 35 Jahren das "Rheinau Pub", wo regelmäßig Bands spielen, stellt fest: "Für die Gastronomie ist die Teilnahme an der Musik-Nacht ein Muss." Von Anfang an ist er mit dem Pub bei den Events dabei. Es kämen ganz neue Leute in sein Lokal; dort beschallt übrigens eine Combo namens "Kommando B" das Publikum.

"Das müsste es zweimal im Jahr geben", kann sich "Blaue Katz"-Wirt Frank Früh vorstellen; auch er freut sich, dass bei den Musik-Nächten ganz neue Gäste in "die Katz" kommen.

Die Gäste, die sich am Samstagabend auf das Kneipen-Hopping begeben, beschreiben ihren Marschplan meist so: Erst einmal eine Runde drehen und schauen, was wo für Musik gespielt wird, dann kann man ja auch länger bleiben. Wie Christa aus Rastatt, die mit ihrer aus Bayern angereisten Cousine Sabine im "Lehners" in die Nacht startet und dann weiterzieht. "Saugut" findet sie die Musik-Nacht, bei der sie schon im vergangenen Jahr dabei war. Katja und Erik Grimmeisen bringen auf den Punkt, was in der Stadt zu spüren ist: "Endlich mal wieder was los in Rastatt."

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