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Fröhliche Eiszeit will in die Verlängerung
Fröhliche Eiszeit will in die Verlängerung
25.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Sabine Wenzke

Rastatt - Kaffee- und Glühweinduft hängt in der Luft, fröhliches Lachen ist von der Eisbahn zu vernehmen, in der vor allem Kinder ihre Runden drehen. Auch am Abend wirkt die Szenerie in dem kleinen Budendorf einladend, dann ist sie eingetaucht in eine bunte Lichterwelt. Einige Besucher stehen an den Ständen und unterhalten sich bei einem heißen dampfenden Getränk. Es gibt auch coole Drinks, doch die sind bei den aktuellen Bibbertemperaturen weniger gefragt. Nach vierwöchiger Dauer steht der "1. Rastatter Winterzauber" vor dem Endspurt, er könnte aber vielleicht noch in die Verlängerung gehen.

Das jedenfalls wünschen sich die Veranstalter, wie Sascha Herold im BT-Gespräch verdeutlicht: "Angedacht ist bis zum 17. Februar. Wir hoffen, dass es klappt." Die Anfrage sei gestellt, Schlossverwaltung und Stadt hätten keine Bedenken, die Naturschutzbehörde im Landratsamt prüfe jedoch noch, berichtete er gestern. Die Idee, den Winterzauber im Schlossgarten am Museumstor zu verlängern, der eigentlich bis einschließlich 27. Januar geplant ist, sei aus den Reihen der Kundschaft gekommen, erzählt der 46-jährige Rastatter. Und für die Veranstalter wäre es eine gute Möglichkeit, ihre wetterbedingten Verluste zu reduzieren, nachdem drei Wochenenden vollkommen verregnet waren. Dennoch sieht der Rastatter die Premiere als gelungen an, man habe viel Zuspruch und Lob für die Veranstaltung erhalten, die von etlichen Gästen als Bereicherung bezeichnet wurde. Das ermutige für die Zukunft. Der Winterzauber soll schließlich nicht der einzige seiner Art bleiben. Herold nämlich gefällt die Location beim Schloss sehr gut, er könnte sich aber auch eine Teilnahme am Rastatter Weihnachtsmarkt vorstellen.

Herzstück und Attraktion des Winterzaubers ist die 211 Quadratmeter umfassende synthetische Eislaufbahn, die nicht schmelzen kann und damit selbst bei Plustemperaturen Kufenspaß ermöglicht. Um kritische Anmerkungen mancher Nutzer, dass die witterungsunabhängige Bahn nicht so rutschig sei wie Eis, weiß Herold. Allerdings würde sich das nach drei bis vier Runden mit dem richtigen Schliff der Kufen geben, den man sich an der Bude mit dem Schlittschuhverleih verpassen lassen könne, sagt er. Die Kinder des Waldkindergartens Kuppenheim, die gestern begeistert auf der Bahn schlitterten, hatten jedenfalls keine Probleme damit und ganz offensichtlich nur eines: Jede Menge Spaß.

Rund 600 Besucher, so schätzt Sascha Herold, haben bisher die Eisbahn genutzt, wobei "die erste Woche supergut lief, als noch Ferien waren." Als das Wetter danach schlechter wurde, kamen weniger Gäste. Seit die Temperaturen in den Keller gerutscht sind, habe es aber wieder etwas angezogen.

Die Idee für den Winterzauber stammt im Übrigen von einem "Nachweihnachtsmarkt" im Osten der Republik. Dort tranken Sascha Herold, im Hauptberuf Pilot, und seine Frau den wohl "mit Verlaub schlechtesten Glühwein aller Zeiten", wie sie lachend erzählt, doch der Gedanke, nach der hektischen Weihnachtszeit, wenn es ruhiger wird und mehr Menschen Zeit haben, ein ähnliches Event auch in Rastatt anzubieten, ließ sie fortan nicht mehr los. Zusammen mit dem Karlsruher Schaustellerehepaar Robert und Simone Filder, die bisher schon auf dem Rastatter Weihnachtsmarkt Crêpes und gebrannte Mandeln anbieten, ging es an die Umsetzung. Die Eisbahn wurde nicht gemietet, sondern gleich gekauft, und auch die anderen Buden und Stände sind Eigentum des Veranstalters, der Weltfeld-Event GbR, deren Inhaber Sascha Herold und Simone Filder sind. Die Investitionskosten lägen im sechsstelligen Bereich. Die Glühweinpyramide sei übrigens die erste, die einst auf dem Rastatter Weihnachtsmarkt stand, merkt Herold an.

Dass eine Veranstaltung eine gewisse Anlaufzeit braucht, sei ihnen bewusst gewesen, betonen die Veranstalter. "Und außerdem schwingt da auch Idealismus mit", verdeutlicht Sonja Herold. Man habe sich vorgenommen, Rastatt etwas mehr zu beleben, begründet das Ehepaar seine Initiative, die nicht nur mit einem finanziellen, sondern auch mit einem großen persönlichen Einsatz verbunden ist. Selbst die Dienste in den Verpflegungsständen werden von den Familien Herold und Filder gestemmt. "Und wir haben noch weitere Ideen für Rastatt", meinen diese vielsagend.

Ein erster Versuch zur Belebung war übrigens der erste Adventsmarkt in der Rheinau vor der Heilig-Kreuz-Kirche mit einer gemieteten Rutsche als Attraktion. Zwar hatten die Veranstalter auch hier Pech mit dem Wetter, weil es fast nur regnete und der Markt daher ein Verlustgeschäft war, dennoch hätten sie viel Anerkennung von den Besuchern erhalten und wollen im nächsten Jahr eine Wiederauflage starten - wenn Stadt und Kirche mitspielen, wie Herold hofft.

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