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Narrensprung lockt Tausende ins Telldorf
25.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Stephan Friedrich

Ötigheim - Knapp 70 Narrengruppen haben sich gestern bei bestem Frühlingswetter am Narrensprung durch Ötigheim beteiligt. Bewusst wurde auf Umzugswagen und laute Musik verzichtet, wobei sich nicht alle Gruppen an die Vorgabe hielten: "Wir sehen uns in der Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht", betonte Ehrenzunftmeister Peter Späth von den Etjer Mühlejockel, die den Umzug organisiert hatten. Begonnen hatte das närrische Treiben bereits am Vormittag mit einer Narrenmesse in der Pfarrkirche St. Michael.

Bunt ging es entlang der von tausenden Narren gesäumten Umzugsstrecke zu. Nicht nur der Ötigheimer Musikverein, der den bunten Gaudiwurm durchs Telldorf anführte, sondern auch Guggenmusikgruppen sorgten für beste Stimmung entlang der Strecke. Hinzu gesellten sich zahlreiche Hexen, Teufel und Schlämbler, die mit ihren Holzmasken und bunten Kostümen durch den Ort zogen und nach fast zwei Stunden bei der Ötigheimer Mehrzweckhalle zum gemeinsamen Feiern ankamen.

Dabei berichten die Veranstalter, dass ihnen über 150 Anfragen vorgelegen haben. "Wir mussten rund der Hälfte der potenziellen Teilnehmer absagen, da es sonst einfach zu viel geworden wäre", so die Organisatoren. Gekommen waren unter anderem die Kirschdestorre aus Bischweier, die mit ihrer großen Sirene für gute Stimmung sorgten. Oder die Anglerkameradschaft aus Ötigheim, die bei ihrem Heimspiel wieder mit einem riesigen Wikingerboot am Start war. Auch wenn der Zug immer mal wieder zum Stocken kam, war die Stimmung auch dank strahlendem Sonnenschein ausgelassen und fröhlich. Da würde kräftig Konfetti verteilt und das eine oder andere Gesicht bunt verziert.

Natürlich gab es vor allem für die jüngsten Gäste auch die eine oder andere Leckerei. Viele Kinder zeigten sich bestens vorbereitet und hatten Stoffbeutel mit dabei. "Das reicht ja für die nächsten Monate", waren viele Eltern erstaunt, als sie am Ende einen Blick in die Tüten warfen.

Für gute Stimmung sorgten zudem die Schlaucherhexen aus Daxlanden, die Rieder Altrhiehexen aus Plittersdorf und die Mälscher Wölfe. Bestens gelaunt präsentierten sich zudem die Woogseetrolle aus Rastatt und die Vogelscheuchen aus Rheinau-West. Ein echtes Heimspiel war der Narrensprung für die Etjer Schlämbler, die mit Akkordeon, Gitarre und Trompete die Besucher mit fetziger Musik unterhielten. Mit ihren farbenfrohen Kostümen begeisterten die Quellengeister aus Bad Rotenfels.

Entlang der Strecke sorgten viele Anwohner dafür, dass die Besucher nicht hungern oder Durst leiden mussten. So hatte die Party bei vielen bereits lange vor dem offiziellen Start des Narrensprungs um 13.33 Uhr begonnen. Freunde und Bekannte wurden zum gemeinsamen Feiern eingeladen. Am Ende war die Vorfreude auf den 20.02.2022 groß. Dann ist die nächste Auflage des Etjer Narrensprungs geplant.

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