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Gastronomie nur für Badgäste
Gastronomie nur für Badgäste
30.04.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Im künftigen Rastatter Kombibad wird es, anders als jetzt mit der "Bad-Gaststätte" beim Natura, keine von außen zugängliche, von den Bad-Öffnungszeiten losgelöste Gastronomie mehr geben. Das hat der Gemeinderat gestern Abend mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Im Sprungbecken des neuen Innenbereichs wird indes der Spaßfaktor erhöht: Entgegen dem Beschluss vom vergangenen Februar wird nun ergänzend zum Drei-Meter-Sprungbrett doch ein Fünf-Meter-Turm errichtet.

Gaststättentechnisch soll nun eine "badbezogene, vollwertige Gastronomie" mit 50 bis 70 Plätzen innen, etwa 30 bis 40 Plätzen für den Saunabereich, eine Terrasse mit etwa 50 Plätzen und ein Kiosk mit rund 20 Plätzen entstehen - die Vorzugsvariante der Verwaltung, die sich im Februar mit dem Vorschlag einer "bedarfsgerechten "Kerngastronomie" nicht hatte durchsetzen können. Der Rat votierte mit 35 gegen sieben Stimmen für diese Variante.

Nur noch die Freie-Wähler-Fraktion hatte zuletzt an der Idee festgehalten, eine externe, vollwertige Gastronomie auch im Kombibad anzubieten. Sprecher Herbert Köllner meldete Zweifel daran an, dass die badinterne Lösung mit dem vorgeschlagenen Zuschnitt rentabel betrieben werden könne. Der Verwaltung hielt er vor, nur Unterlagen und Vorträge präsentiert zu haben, die auf nichts anderes hinausliefen, als das "ungeliebte Kind" der externen Gastronomie zu verhindern. Die SPD indes, die bislang ebenfalls stets für ein "vollwertiges" Angebot plädierte, sah sich "zähneknirschend gezwungen", so Fraktionsvorsitzender Joachim Fischer, sich der Verwaltungsvariante anzuschließen. Man könne die vorgelegten Zahlen nicht widerlegen. Und die hießen: Mehrkosten von über einer Million Euro und eine Verpachtung als städtisches Zuschuss-Minusgeschäft. Überzeugt, dass man einen Pächter finde, der mit und von der jetzt beschlossenen Variante leben kann, sei man gleichwohl nicht. Zur Not, so hatte die Stadt argumentiert, könnten die Stadtwerke indes ein internes Verpflegungsangebot in Eigenregie wuppen. Auch CDU, FuR, Grüne und FDP sahen aufgrund der Risiken und Kosten nur die badbezogene Gastronomie als umsetzbar.

Dass gestern die Ausstattung im Sprungbecken des Kombibad-Innenbereichs nochmals aufs Tapet kam, war Irritationen zu verdanken, die im Nachgang der Februarentscheidungen aufgetreten waren (wir berichteten). Nun ging der Rat in die Vollen: Ergän zend zum Drei-Meter-Sprungbrett kommt nun mit 36 zu sieben Stimmen zusätzlich doch ein Fünf-Meter-Turm (CDU, SPD, FW und FuR sprachen sich dafür aus). Das dadurch erhöhte Raum- und Wasservolumen nutzt man, um eine größere Kletterwand als zuletzt beschlossen zu errichten. 38 zu vier Räte (eine Enthaltung) beschlossen die sechs Meter über das Wasser reichende Maximallösung (wiederum CDU, SPD, FW und FuR sowie zudem die FDP waren dafür). Dass man dabei nach aktueller Schätzung nur 45 000 Euro Mehrkosten gegenüber den bisherigen Beschlüssen produziert, liegt daran, dass man zwar wie bisher zwei Rutschen will, aber bei einer knappen Mehrheit (22:21) auf eine Erweiterungsoption verzichtet, wie sie hier die CDU, FuR und die FDP mitgetragen hätten.

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