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Sport als Heilmaßnahme
04.07.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Der Rastatter Verein für Sport und Gesundheit (VSG-BSG) steht vor einem Großereignis. Der 1970 gegründete Club richtet am 13. Juli von 10 bis 15.30 Uhr zum ersten Mal in der Sporthalle des Tulla-Gymnasiums das Landessportfest des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands (BBS) aus. Was das für den 115 Mitglieder starken Verein bedeutet, erläutert Wolfgang Tremmel, Vorsitzender des VSG-BSG.

Interview

BT:
Herr Tremmel, was unterscheidet den VSG-BSG vom herkömmlichen Turnverein?

Wolfgang Tremmel: Der Unterschied ist die Anzahl der angebotenen Sportarten. Wir bieten eine Sportart an, Sport für körperlich Behinderte und Nichtbehinderte, als Heilmaßnahme, Erholungsfürsorge, Erhaltung der Gesundheit zur beruflichen und gesellschaftlichen Rehabilitation, den sogenannten Rehasport.

BT: Wie haben sich Arbeit und Angebot des Vereins in gewandelt?

Tremmel: Die Arbeit hat sich seit der Aufnahme des Rehasports ab etwa 1995 enorm gesteigert. Angefangen haben wir mit zwei Übungsleitern, jetzt sind es sechs. Im Vorstand sind zwei Personen für den sportlichen und geselligen Teil verantwortlich, ein Schatzmeister führt die Vereinskasse und die Vorsitzenden übernehmen die restlichen Arbeiten, wie Abrechnungen mit den Krankenkassen, Koordination der Übungsstunden, Öffentlichkeitsarbeit.

BT: Welche Angebote hat der Verein?

Tremmel: Das Angebot hat sich sehr gewandelt. Angefangen haben wir mit Breitensport und Turniersport, wie Faustball, Tischtennis und Fußballtennis sowie Gymnastik im Wasser und in der Halle. Jetzt bieten wir ausschließlich Rehabilitationssport mit und ohne ärztliche Verordnungen an - im Wasser und in der Halle.

BT: Welche Ziele hat sich der Verein gesteckt?

Tremmel: Primäres Ziel ist die Erhaltung unseres Vereins über 2020 hinaus. Ich selbst und mein Stellvertreter Uwe Roller werden Ende 2020 ihre Vorstandsämter aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Bis dahin werden wir drei Szenarien erarbeiten müssen: zwei neue Vorstandsvorsitzende finden, Fusionsgespräche mit anderen Vereinen aufnehmen oder den Verein auflösen - wobei die dritte Variante niemand bevorzugt. Deshalb habe ich mir in der letzten Mitgliederversammlung einstimmig das Mandat zur Aufnahme von Fusionsgesprächen erteilen lassen. Sportlich sind wir "gut im Rennen". Wir haben montags zwei Gruppen Rehasport in der Halle, dienstags und mittwochs fünf Gruppen mit Rehasport im Wasser. Wie fast alle Vereine haben wir Nachwuchssorgen. Uns brechen die Mitglieder altersbedingt weg. Die rund 100 Reha-Patienten, die mit Verordnung von ihrem Arzt kommen und für durchschnittlich 18 Monate bei uns ihr Training absolvieren, können wir bislang nicht zu einer Mitgliedschaft in unserem Verein begeistern.

BT: Was ist bei der Organisation des Landessportfestes alles zu bewältigen?

Tremmel: Koordiniert wird das Landessportfest hauptsächlich durch die Geschäftsstelle des Badischen Behinderten-und Rehabilitationssportverbands, vertreten durch Holger Kimmig und sein Team. Am Samstag werden sieben Vereine mit etwa 19 Mannschaften erwartet. Der VSG-BSG Rastatt als Ausrichter übernimmt mit etwa 15 Mitgliedern die Organisation der Veranstaltung: Aufstellung der Stationen, Belegung mit Helfern bei den einzelnen Stationen, und wir sind für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher verantwortlich.

BT. Was erwartet die Zuschauer am kommenden Samstag?

Tremmel: Die rund 120 Teilnehmer werden sich auf breitensportlicher Basis messen. Das Landesportfest ist für alle Teilnehmer eine gute Möglichkeit, sportlich Bewegung mit Geselligkeit zu verbinden. Es werden zehn Disziplinen (Stationen) absolviert und gewertet: Sandsäckchen-Zielwurf, Shuffleboard, Ballprellen, Zielschießen-Tennisball, Zielwurf, Kugeltransport, Hockey-Zielschlag, Ziel-Prellball, Kasten-Zielwurf und Blind-Zielwurf. Voraussetzungen sind nur Geschicklichkeit, Koordination und Konzentration. Zum Schluss werden an die jeweils zehn besten Frauen, Männer und Mannschaften Urkunden vergeben.

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