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Per Gratis-Shuttle zum Einkaufen
Per Gratis-Shuttle zum Einkaufen
19.11.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - In Rastatt, Ötigheim und Steinmauen startet heute ein Service, der laut Thomas Richers, dem Vorsitzenden des Gewerbevereins RA³, in dieser Weise "bundesweit einzigartig" ist: Wer nach Rastatt will, um dort Einkäufe zu erledigen, kann ein Shuttle bestellen, das ihn gratis von der Haustür zu einem der rund 50 Mitgliedsgeschäfte des Vereins und wieder zurück bringt.



Es ist ein Angebot, das ohne feste Fahrzeiten und Linienabläufe, sondern "on demand", also auf Abruf, zur Verfügung steht - dienstags bis freitags von 9 bis 13 und 14 bis 19 Uhr sowie samstags zwischen 9 und 15 Uhr (Sonntag und Montag kein Betrieb). Die Nutzung folgt per App auf dem Smartphone (kostenlos herunterzuladen im Apple oder Google Play Store).

Das Ziel ist klar: Mehr Kunden nach Rastatt locken. "Wir brauchen mehr Frequenz", betont Richers und verweist auf einen entsprechenden Rückgang in der Innenstadt. Hier sieht er die Erreichbarkeit der Geschäfte sowie Mobilität als ausschlaggebende Faktoren. Die Frage sei: Wie kommen Menschen bequem in die Stadt? In Rastatt seien Fahrradwege und ÖPNV unzureichend, Autofahrer oft gefrustet, so der RA³-Vorsitzende. Daher die Initiative, die auch zum Umdenken der eigenen Mobilität anregen soll. Das Taxi-Unternehmen Holl, über die Marke "Inge's Personenbeförderung" Mitglied bei RA³, habe die Aktion initiiert. Sie ist bereits in ähnlichen Projekten wie dem (kostenpflichtigen) "My Shuttle" in Ettlingen involviert und brachte das Rastatter Shuttle zusammen mit RA³ und dem Bahn-Tochterunternehmen "ioki", das bereits die Basis-App für den Raum Hamburg entwickelt hatte, innerhalb von zwei Monaten in die Spur, wie die Organisatoren gestern bei der Präsentation betonten. Die App ist nun speziell auf die hiesigen Gegebenheiten angepasst, ein Hybrid-Fahrzeug (Vier-Sitzer) und ein Fahrer aus Rastatt seien nun ganz konkret nur dafür im Einsatz.

Vorbuchen lasse sich der Service nicht, wie Dirk Holl und Daniel Zeibig erläutern. Und so soll's funktionieren: Wer in Rastatt, den fünf Teilorten, in Ötigheim oder Steinmauern wohnt und zum Einkaufen in die Stadt will, kann per App anfragen, bekommt eine Info, wann der Wagen da wäre und kann dann buchen. Möglicherweise steigen weitere Gäste ein, wenn deren Wege und Wunschzeiten ähnlich sind - "das System arbeitet dynamisch". Nicht zuletzt soll dies auch für einen ressourcenschonenderen Einsatz des Shuttles sorgen. Für den Rückweg gilt dasselbe (Infos: www.ra3-shuttle.de).

Haltestellen sind ausschließlich Adressen von Mitgliedsgeschäften. Ob der Nutzer dann auch tatsächlich im Geschäft eines RA³-Mitglieds einkauft, werde nicht kontrolliert. Dass man letztlich auch Trittbrettfahrer bedient, nehme man mit Blick auf die erhoffte Mehr-Frequenz in Kauf. Schlussendlich profitiere jeder Händler, wenn in der Stadt mehr los ist, stimmt Sabine Karle-Weiler zu, Sprecherin des Einzelhandels in RA³. Dabei kostet das Projekt "nicht wenig Geld", so Richers und RA³-Vorstandsmitglied Mathias Weyrauch. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Fest stehe: Für zunächst drei Monate stemme der Verein seinen Anteil über die Vereinskasse, ohne zusätzliche Umlage auf die Mitglieder. Etwa nach der Hälfte der Pilotphase werde man auswerten und über die weitere Finanzierung entscheiden. Auch der Radius des Angebots sei ein Testlauf - mit Option auf Erweiterung. Rastatt brauche die Kaufkraft aus dem "Speckgürtel", betont Richers. Zunächst müsse indes die Kapazität des Systems ausgelotet werden.

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