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In Plittersdorf muss sofort gehandelt werden
In Plittersdorf muss sofort gehandelt werden
27.11.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Was sich ab Januar am Hochwasserdamm in Reichweite des Plittersdorfer Schützenhauses abspielen wird, dürfte ein Vorgeschmack werden auf ein Großprojekt in einigen Jahren. Das Land hat die Ertüchtigung des 8,3 Kilometer langen Deichs zwischen dem Bahndamm bei Wintersdorf und der Murg nördlich von Plittersdorf in die zweithöchste Priorisierungsklasse eingestuft. Doch bis die Bauarbeiter anrücken, dürften noch mindestens fünf Jahre ins Land gehen.

Nur auf einem 150 Meter langen Abschnitt bei Plittersdorf geht es schneller, wie Christina Wessels vom Regierungspräsidium Karlsruhe am Montag im Gemeinderat ankündigte. Zwischen Januar und März 2020 soll dort aus Sicherheitsgründen als Sofortmaßnahme eine Spundwand in den Rheinhochwasserdamm eingebaut werden.

Grund: Ein geotechnisches Gutachten belegte im vergangenen Jahr, dass für diesen Teilabschnitt des Rheinhochwasserdamms wegen Sandausspülungen ein erhöhter Sanierungsbedarf besteht. Mit den dem Gemeinderat vorgestellten Arbeiten soll die Standsicherheit des Damms wieder hergestellt und der Hochwasserschutz für die Anlieger gewährleistet werden.

Die Baustelleneinrichtung wird beim Schützenhaus erfolgen. Weil der Damm in dem Bereich gesperrt sein wird, ist eine Umfahrung am Waldrand vorgesehen, erklärte ein RP-Vertreter am Ratstisch. Die Baustelle liegt in einem Naturschutz- und FFH-Gebiet; deshalb besteht aus Naturschutzgründen ein hoher Abstimmungsbedarf.

Der 150 Meter lange Abschnitt ist Bestandteil des acht Kilometer langen Rheinhochwasserdamms XXIII. Dieser wird im Rahmen des Dammertüchtigungsprogramms des Landes Baden-Württemberg von der Rheinbrücke bei Wintersdorf bis zur Murg neu überplant. Bei der Priorisierung wurden die einzelnen Dammabschnitte nicht ausschließlich geotechnisch bewertet. Auch die Schutzbedürftigkeit der dahinter liegenden Nutzungen beziehen die Ingenieure mit ein.

Die ersten Vorarbeiten zur Ertüchtigung des Rheinhochwasserdamms von Wintersdorf bis zur Murg sind bereits angelaufen. Für die zweite Jahreshälfte 2020 sind Vermessungen und geotechnische Erkundungen entlang der Dammtrasse sowie der Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen.

Die RP-Planer ließen am Ratstisch durchblicken, dass wohl frühestens im Jahr 2025 mit der Ertüchtigung des acht Kilometer langen Dammabschnitts gerechnet werden kann. Damit die Vorbereitungen möglichst reibungslos laufen, müssten auch die privaten Grundstückseigentümer ihren guten Willen zeigen, erklärte OB Hans Jürgen Pütsch.

Auf die Frage des Rathaus-Chefs, ob künftig der Damm wieder asphaltiert werde, äußerte sich RP-Planer Jan-Christoph Walter zurückhaltend. Über die kompletten acht Kilometer werde wohl keine Asphaltierung möglich sein, weil das ein Querungshindernis für Kleinlebewesen sei. Man neige eher zu einer wassergebundenen Schotterschicht.

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