Putzmunter durch Rastatt

Eine Schubkarre voll Glas: Die 'Beute' der Hebel-Schüler bei der Aktion 'Saubere Stadt'.  Foto: Friedrich

Rastatt (sb) - Auch leichter Regen hielt die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a der Johann-Peter-Hebel-Schule gestern Morgen nicht davon ab, sich als Erste an der Aktion "Saubere Stadt" zu beteiligen. Noch bis Freitag sind über 1000 Schüler im Stadtgebiet unterwegs. Den Abschluss der 15. Aktion "Saubere Stadt" gestalten dann am Samstag die Vereine.

Schnell fündig wurden die Schüler der Pinguin-Klasse, als sie die Johann-Peer-Hebel-Schule verließen. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Daniela Jelinek, Referendarin Theresa Hauk und der Hort-Erzieherin Daniela Drozdek ging es für die rund 20 Schüler ins benachbarte Wohngebiet. "Wir haben kaum das Schulgelände verlassen und schon den ersten Müll gesehen", berichtet der siebenjährige Jakob. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden sammelt er Papierschnipsel, Reste von Silvesterböllern und jede Menge Plastik auf. "Warum schmeißen die Menschen so viel Müll weg?", fragt da nicht nur die sechsjährige Adriana und fügt hinzu: "Ich finde es doof, dass die Menschen so viel Müll einfach auf die Wiese und in Büsche werfen." Tatsächlich ziehen die Erstklässler gleich so viele leere Flaschen aus verschiedenen Büschen direkt vor ihrer Schule, dass beim Hausmeister ein Schubkarren geholt werden muss. Denn die mitgebrachten Müllbeutel drohten ob des großen Gewichts schon zu reißen. Während der Müll in blauen Säcken gesammelt wird, die dann von den Technischen Betrieben der Stadt abgeholt werden, kommt Glas in eigene Behälter.

Wie wichtig die richtige Mülltrennung ist, lernen Schüler bereits in der ersten Klasse. "Bei uns gibt es einen Mülldienst, der immer am Ende der Woche alle Mülleimer leert", berichtet Theresa Hauk und fügt hinzu, dass bereits die Erstklässler hoch motiviert sind, Plastik in den gelben, Papier in den grünen und Biomüll in den braunen Eimer zu werfen. "Wenn jeder den Müll trennt, dann ist das gut für die Umwelt", weiß der sechsjährige Justin zu berichten und ärgert sich, dass rund um seine Schule so viel Müll liegt. Und tatsächlich dauert es nicht einmal eine Stunde, bis die Eimer und Säcke gut gefüllt sind. Der siebenjährige Leonard und seine Klassenkameraden laufen zurück zur Schule und freuen sich, an der Aktion "Saubere Stadt" teilgenommen zu haben. Als kleiner Dank wartet auf sie ein Vesper und ein Getränk zur Stärkung. Zudem bekommen die Schüler Freikarten für die Rastatter Bäder spendiert.

Bei einer kleinen Bilanz sind sich die Schüler der 1a-Pinguinklasse schnell einig: So eine Aktion sollte es öfter geben. "Schließlich will doch jeder, dass es schön sauber ist", sagt die sechsjährige Lea. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden hat sie neben Papier und Glas auch viele Kronkorken, Zigarettenstummel und Verpackungen von Süßigkeiten gefunden.

Der Bolzplatz vor der Johann-Peter-Hebel-Schule ist nun dank des Einsatzes der Erstklässler wieder sauber. Und nicht nur sie hoffen, dass das eine ganze Weile so bleibt. "Wenn jeder seinen Müll in einen Papierkorb wirft, dann liegt auch bald keiner mehr rum", wissen die Schüler und freuen sich bei der Rückkehr in das Schulhaus, dass jetzt sogar der Regen aufgehört hat.

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