Pläne für Loft-Wohnungen im alten Diana-Werk

Seit 2014 im Dornröschenschlaf: Jetzt soll das alte Diana-Werk mit Wohnungen wiederbelebt werden.  Foto: av

Rastatt (ema) - In der Großen Kreisstadt bahnt sich das nächste große Wohnbauprojekt an. Die Deutsche Baukultur Projektholding GmbH mit Sitz im hessischen Heusenstamm (Kreis Offenbach) hat das Gebäude des einstigen Diana-Werks gekauft und will dort 111 Loft-Wohnungen schaffen.

Nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Viktor Karp sind Geschosswohnungen und Appartments mit Flächen zwischen 60 und 125 Quadratmetern vorgesehen, die zum Teil verkauft werden sollen. Als Bruttogeschossfläche stehen 11171 Quadratmeter zur Verfügung. Zum Innenhof sind Terrassen, Balkone und Dachloggien vorgesehen.

Man sei gerade in der Vorplanung, sagte Karp dem BT. Der Kontakt mit der Stadtverwaltung blieb bislang eher informeller Natur, wie aus dem Rathaus verlautet.

Mit der Überplanung des 7300 Quadratmeter großen Areals mit sechs Gebäuden ist der Baden-Badener Architekt Urban Knapp beauftragt. Teile der früheren Waffenschmiede stehen unter Denkmalschutz; die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1890 zurück.

Das Diana-Werk ist nicht das einzige Projekt, das der aus der Ortenau stammende Investor in Mittelbaden anpackt. Auch die Brückenmühle in Gernsbach hat der Projektentwickler auf seiner Liste (wir berichteten gestern). Karp hofft, dass bis Ende des Jahres die Baugenehmigung vorliegt.

Knackpunkt des Projekts sind die Parkplätze. Eine Tiefgarage ist laut Investor nicht möglich, weil unter dem Areal unterirdische Gänge liegen, die erhalten bleiben sollen. Dabei dürfte es sich um Kellerräume der früheren Brauerei Ampt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts handeln. Laut Architekt Knapp hat ein Vermessungsingenieur das Areal digital aufgenommen. Man müsse nun darüber nachdenken, wie man die alten Brauereikeller nutzen könne.

Eng wird es auf dem vollständig versiegelten Gelände, weil neben Parkplätzen auch Spielplätze und Fahrradabstellplätze angelegt werden müssen. Karp zufolge wird erwogen, ein Nachbargrundstück zu erwerben, um dort möglicherweise ein Parkhaus zu errichten. Andernfalls müsse man auf dem Grundstück etwas abreißen.

Das Diana-Werk hatte zuletzt dem Waffenhersteller GSG (German Sport Guns) gehört, der die Diana Mayer & Grammelspacher GmbH & Co.KG übernahm. Das 1890 gegründete Traditionsunternehmen war im Jahr 2014 wirtschaftlich am Ende und von der GSG gekauft worden.

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