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Ziel: Die Zukunft schon heute in die Werkstätten bringen
Nicht nur im E-Buggy (links) ist der Elektroantrieb Realität; auch in Serienfahrzeugen kommt sie zu Anwendung. Nun gelte es, die Kfz-Branche hierfür fit zu machen.CBS
14.12.2017 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red) - Elektromobilität hat noch den Nimbus einer Zukunftstechnologie - an der Carl-Benz-Schule Gaggenau (CBS) ist sie bereits Gegenwart - "einmalig in Baden-Württemberg", betont Lehrer Wolfram Frietsch. Gleichwohl will die Einrichtung mit einer neuen Informationskampagne "No limits" (Keine Grenzen) potenzielle Schüler und die Öffentlichkeit über die neue Technologie informieren.

Eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020, umfangreiche Fördermaßnahmen, steuerliche Entlastungen und das Vorhandensein von mehreren Dutzend verschiedenen Elektroauto-Typen weisen den Weg in die Zukunft der Kfz-Industrie, ist man sich in der CBS sicher.

Neben der Frage der Reichweite, des Preises und der Technologie von Elektro-Autos stelle sich aber insbesondere das Problem der Instandsetzung und Reparatur bereits genutzter Fahrzeuge. Dazu gehören Pkw ebenso wie Roller und Fahrräder, die mit Batterie betrieben werden und ebenso unter den Begriff Elektro-Mobilität fallen.

"Werkstattbesuche mit einem E-Auto beispielsweise stellen ein Problem dar", erläutert Wolfram Frietsch, "nicht alle Kfz-Betriebe verfügen über Fachkräfte, die die nötige Qualifikation und das Know-how haben, um ein Elektroauto reparieren zu können. Allein die Fehlersuche stellt sich schwierig dar." Dazu würden noch dringend benötigte Sicherheitsstandards und Zusatzqualifikationen in der Hochvolttechnik kommen, die für eine fachgerechte Reparatur unerlässlich sind.

Die mobilen Energiespeicher und deren Einsatzgebiete bildeten einen wesentlichen Baustein der Elektromobilität. Zwar sei die notwendige Technologie bereits verfügbar, aber "Was dringend geboten ist: Fachkräfte im Kfz-Bereich so auszubilden, dass Anwendung und Umsetzung der E-Mobilität gewährleistet sein wird. Dafür braucht es geeignete Ausbildungsbetriebe und auch die beruflichen Schulen müssen so aufgestellt sein, dass sie den modernen Anforderungen gerecht werden."

Im neu entstehenden Fachbereich Kfz an der CBS seien die Klassifizierung der Hybridkonzepte und Elektrofahrzeuge sowie das dazu gehörende Antriebsstrangmanagement ein wesentlicher Baustein. Ziel ist es, sich ein exemplarisches Hybrid- oder Elektrokonzept zu erarbeiten, um das theoretische Unterrichtsmaterial praktisch zu erproben. Im Kraftfahrzeugmanagement werden die Fachschüler mit Vertiefungsrichtung Kfz über mobile Energiespeicher unterrichtet. Elektro-Mobilität bedeutet Hochvoltsysteme. Auch dies werde vermittelt, ebenso der Leichtbau im Automobilbaubereich und deren Anwendungsmöglichkeiten in Karosserie, Antriebsstrang und Fahrwerk.

www.carl-benz-schule-gaggenau.de

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