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Fliegende Kugeln und ein heilender Fleischer
Fleischermeister Schindel (Herbert Fritz) hält sich für einen Heiler - dies führt zu vielen heiteren Situationen beim Theaterstück 'Ein Rezept mit Folgen'. Foto: Gareus-Kugel
18.12.2017 - 00:19 Uhr
Forbach (vgk) - Der Gesangverein Freundschaft Gausbach hat sich am Samstagabend bei seiner traditionellen Weihnachtsfeier mächtig ins Zeug gelegt. Mit Liedern rund um Weihnachten begeisterte die Besucher nicht nur der gemischte Chor, sondern auch der Männerchor. Die "Liederzwerge" schossen jedoch mit dem Sketch "Süßer die Kugeln nie fliegen" von Dieter Bauer buchstäblich den Vogel ab.

Die quirligen Mädchen Vivi (Alena Wunsch) und Luna (Clara Luna Kramer) sollen den Weihnachtsbaum schmücken. Doch wer darf die vordere und wer darf die rückwärtige Seite des Christbaums zieren? Die Mädchen streiten sich so heftig, dass auf einmal Weihnachtskugeln über die Bühne fliegen. Die Mutter (Gerda Bäuerle, Leiterin der "Liederzwerge") der zwei reizenden Kinder ist einem Nervenzusammenbruch nahe. Doch es kommt noch schlimmer: Der Weihnachtsmann (Emilia Missione) ist zu früh dran und Vivi wirft den Weihnachtsbaum um - das Christkind kann kommen!

Der Vorsitzende Herbert Fritz freute sich bei der Begrüßung besonders, dass im Saal auch Vertreter der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal Platz genommen hatten. Die Gausbacher pflegen seit zwei Jahren im Rahmen von "Spaß inklusive" eine Singgemeinschaft mit Menschen mit Handicap.

Mit den Liedern "Es wird scho glei dunkel" und dem "Andachtsjodler" startete die "Freundschaft" unter der Leitung von Chordirektorin Elisabeth Gliosca-Benz in den heiter-besinnlichen Abend. Ein erstes Mal durften die "Liederzwerge" mit dem gemischten Chor auftreten. Doch zuvor sangen sie sich in die Besucherherzen mit "Advent, Advent" und "Tragt in die Welt nun ein Licht". Etwas Anrührendes hatte anschließend "Maria durch den Dornwald ging". Den "Weihnachtsglocken" verlieh der Männerchor Gewicht. Voller Inbrunst sangen die Chormitglieder "Gloria" oder wanderten musikalisch durch den "Weißen Winterwald".

Bei manchem Lied sorgte Klaus Meier mit seinem gekonnten Spiel auf dem Cajon für den richtigen Rhythmus. Das Publikum war aufgefordert, "Leise rieselt der Schnee" und "Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen" mitzusingen. Ein Gedicht durfte nicht fehlen. Hannah Gerstner hatte "Das Licht des Friedens" ausgesucht. Nach so viel Besinnlichkeit vor der Pause durfte danach herzlich gelacht werden. Der Gesangverein präsentierte, unterstützt von Mitgliedern aus anderen Gausbacher Vereinen, "Ein Rezept mit Folgen". Das Lustspiel in zwei Akten von Heinz-Jürgen Köhler erzählt die Geschichte des verwitweten Fleischermeisters (Herbert Fritz) und seiner Tochter Marie (Marion Haas).

Schindel hält sich nach einem Sturz über Milchkannen für einen Heiler. Das ist der Ausgangspunkt eines turbulenten, mit viel Situationskomik gespickten Spiels, bei dem die unterschiedlichsten Charaktere für ordentlich Wirbel sorgen. Haushälterin Rosa (Marlene Schäfer) ist heimlich in Schindel verliebt. Auch Tochter Marie und Fleischergeselle Kurt (Tobias Rietz) hegen mehr als Freundschaft füreinander. Aber zunächst muss der Vater unter die Haube. Er soll sich in Rosa verlieben. Dem entgegen steht die temperamentvolle Tauben-Walli (Sandra Gerstner). Weiter spielen eine Rolle: Ein Polizist (Christian Schäfer), Patient und Knecht Karl (Klaus Meier), Rechtsanwalt Professor Kaul, ein Dieb (Steffen Reif) sowie ein alter Schrank in dem ständig Menschen verschwinden. Mehr als eine Stunde lang ging es auf der Bühne recht stürmisch zu.

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