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Lokomotiven und Blechautos "in freier Wildbahn"
Auch die kleinsten Besucher sind von den alten Blecheisenbahnen und den passenden Gebäuden beeindruckt.  Foto: Hegmann
07.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Das erste Dutzend ist voll und wie es aussieht, wird das zweite beginnen. Bereits zum zwölften Mal trafen sich die Freunde der Tischbahnen im Unimog-Museum. Dabei wurde das Museum wieder zum Treffpunkt von Liebhabern von historischen Modelleisenbahnen. Wie Peter Berg, der Ausstellungs-Initiator von der Interessengemeinschaft "Fahrergemeinschaft Tischeisenbahn" aus Karlsruhe erläuterte, ist es inzwischen das wichtigste Ereignis für Händler, Sammler und viele Interessenten aus ganz Europa. "Während sie sonst meistens in Vitrinen verstauben", das stimmt natürlich nicht, "oder gut gesichert aufbewahrt werden, ist in Gaggenau immer lebendige Modelleisenbahn zu sehen".

An zwei Tagen waren zum Teil schon über 100 Jahre alte Modellbahnen in "freier Wildbahn", im Fahrbetrieb, zu erleben. Die ersten Blechlokomotiven sowie Wagen und Schienen stammen von Herstellern, die schon lange nicht mehr existieren. Wer außer den Spezialisten kennt noch Namen wie "Zeuke Bahn" oder "Mignon Staiger Bahn". Alles begann mit einem Uhrwerkantrieb, bei dem eine Feder mit einem Schlüssel aufgezogen wurde. Dass der Spielspaß dabei schnell zur anstrengenden Arbeit werden kann, demonstrierte ein Aussteller. Auch am Sonntagnachmittag zog er seine Lokomotive immer wieder nach einer großen Runde, die ungefähr zwei Minuten dauerte, erneut auf und ließ sie wieder fahren.

Peter Berg zeigte seine neuesten Schätze - eine Handvoll Schlüssel der unterschiedlichen Hersteller, die "alle leicht unterschiedliche Größen haben". Dann ergänzte er mit leuchtenden Augen: "Man muss die Maschinen loslassen um ihnen, uns und den Besuchern Spaß zu machen, denn das ist der Sinn allen Spielzeugs".

Viel Spaß machten offensichtlich ihren Werkstattmeistern auch die mit Spiritusbrennern betriebenen Echtdampf-Lokomotiven in den Spurweiten 00, 0 und 1. Allerdings ist das ganze auch ziemlich aufwendig und erfordert viel Verständnis für die alten Maschinen. "Gelegentlich braucht man auch mal Brandsalbe", war ein Kommentar eines Lokomotivenbesitzers. Ebenfalls zu bestaunen waren die ersten Strombahnen in verschiedenen Ausführungen. Die Palette reichte dabei vom nicht ungefährlichen Drehstromantrieb bis zu den erhältlichen Modelleisenbahnen der noch existierenden Hersteller. Daneben wurden seltene Modellanlagen von Märklin gezeigt, die früher bei großen Spielwarenhändlern für Nasenabdrücke an den Schaufensterscheiben gesorgt haben und sehr gesucht sind. Dazu gab es auch jede Menge Tipps, Tricks und Bauberichte in mündlicher oder gedruckter Form. Sehr stark vertreten waren dieses Jahr auch die elektrischen Blech-"Autobahnen" mit den fahrbereiten entsprechenden Autos aus den 1930er Jahren.

Ratternde Blechbahnen statt Geräusche aus dem Soundmodul und echte Klingel- und Pfeiftöne anstatt elektronischem Gepiepse: Im Unimog-Museum war am Wochenende wieder ein Museumsbesuch mit Action möglich, der sich nicht nur auf das Anschauen von aufgestellten Fahrzeugen beschränkte.

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