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Lebendigere Partnerschaft mit Steinbourg
Lebendigere Partnerschaft mit Steinbourg
01.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - 760 Kilometer Entfernung nach Caderousse - da kann die Liebe nach 33 Jahren durchaus erkalten. Weil Loffenau aber gerne weiter eine amouröse Liaison mit Frankreich pflegen will, soll der Gemeinderat am Dienstag eine Städtepartnerschaft mit Steinbourg absegnen. Das mit knapp über 2000 Einwohnern ähnlich große Örtchen liegt deutlich näher im Département Bas-Rhin.

Vom Murgtal aus bis in die elsässische Gemeinde, die nordwestlich von Straßburg liegt, sind es nur rund 100 Kilometer. "So treffen wir uns mal schneller und können uns besser austauschen", wünscht sich die Loffenauer Hauptamtsleiterin Daniela Tamba einen regeren Austausch mit den Franzosen. Dagegen sei es "um die Städtepartnerschaft mit Caderousse ruhig geworden", berichtet die Rathaus-Führungskraft. 2016 hatten sich beide Seiten zuletzt getroffen. Nachdem in der Gemeinde in Südfrankreich ein Wechsel im Rathaus erfolgte, seien die Kontakte noch weniger geworden, ergänzt Tamba mit Blick auf die älteste Loffenauer Partnerschaft, die 1985 geschlossen worden war.

Mehr Engagement zeigen beide Seiten mit Kreischa (bei Dresden) und Montefelcino. Seit 1990 nach der Wende und 1999, als sich Loffenau auch den Italienern aus der Provinz Pesaro zuwandte, treffen sich die Partner alljährlich. Die Ostdeutschen waren ebenso im Murgtal wie Letztere in Sachsen. Die Italiener kommen regelmäßig zum Weihnachtsmarkt, und die Loffenauer pilgern ihrerseits zum Sommerfest in Montefelcino.

Laut der Gemeinderatsvorlage für die Sitzung am 5. Juni um 19 Uhr im Rathaus "wünscht sich Loffenau eine lebendige Partnerschaft mit einer französischen Gemeinde, bestenfalls ebenso in Grenznähe, auch um die deutsch-französische Partnerschaft weiter zu festigen". Dagegen seien die "partnerschaftlichen Aktivitäten mit Caderousse mit den Jahren immer weniger geworden, was vor allem auch an der großen Entfernung liegt".

Die jahrzehntelang bei Partnergemeinden aktive Rachel Thies hatte ersten Kontakt mit den Elsässern aufgenommen. Am 21. März weilte eine Delegation aus Steinbourg in Loffenau. Am 9. Mai folgte der Gegenbesuch. Dabei stellten beide Seiten "sehr viele Gemeinsamkeiten fest". Nicht nur Größe und Einwohnerzahl werden genannt, sondern auch "ähnliche Herausforderungen, reges Vereinsleben und vielfältige Freizeitmöglichkeiten". Die ersten Kontakte seien "sehr von Herzlichkeit und Gastfreundschaft geprägt" gewesen, und auch die Steinbourger freuten sich auf die neue Partnerschaft.

Einladung zum Dorffest geplant

Als großen Vorteil wertet das Rathaus "die räumliche Nähe. In rund 1,5 Stunden" erreiche man problemlos den anderen Ort. Das soll zu vielfältigem Kulturaustausch und sportlichen Wettbewerben führen. Segnet der Gemeinderat die neue Partnerschaft am Dienstag ab, soll Bürgermeister Markus Burger eine offizielle Einladung für das Dorffest aussprechen und in diesem Rahmen die Partnerschaftsurkunde unterzeichnen. Die Unterzeichnung in Steinbourg solle dann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

In der nächsten Gemeinderats-Sitzung steht überdies der Beschluss zum Klimaschutzkonzept (das BT berichtete) auf der Tagesordnung. Zudem werden die Schöffen und Hilfsschöffen für die Jahre 2019 bis 2023 bestimmt. Außerdem legt die Verwaltung den Prüfungsbericht des Landratsamts Rastatt, das die Jahresrechnungen 2008 bis 2015 ins Visier nahm, den Bürgervertretern vor. Dieser sei so positiv ausgefallen, dass die Behörde auf eine Schlussbesprechung verzichtet habe. Bauanträge, Bekanntgaben und die Bürgerfragestunde sind weitere Punkte der öffentlichen Gemeinderatssitzung.

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