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Spannende Phase für Ulrich Rost
Ulrich Rost ist auch für das Forbacher Rudolf-Fettweis-Werk verantwortlich.  Foto: Mack
03.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - In einer spannenden Phase hat Ulrich Rost das Rudolf-Fettweis-Werk als Betriebsleiter übernommen. Die Energieversorgung befinde sich in einem Umbruch, doch müsse das 100 Jahre alte Werk weiter seinen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Am Standort bestehe die "tolle Aussicht", mittel- bis langfristig ein neues Pumpspeicherkraftwerk zu bauen.

Das Besondere am Fettweis-Werk mit seinen derzeit 40 Beschäftigten sei die Historie und wie sich die Technik entwickelt habe. Diese klassische Anlagentechnik werde heute noch in ähnlicher Art weltweit angewendet; das Werk sei "Musterprojekt" für den Ausbau von großen Speicherkraftwerken. Der Standort werde eine Art Symbiose von Tradition und Moderne darstellen, blickt Rost in die Zukunft. "Wir nutzen die bestehende Technik immer noch und wollen diese optimieren, in ein neues Konzept bringen und ins neue Jahrhundert einsteigen." In der Vergangenheit gab es immer wieder Prototypen, die in Forbach entwickelt und auch in anderen Kraftwerken genutzt wurden. "Randbedingungen und Probleme sind heute die gleichen. Die Kollegen damals wussten die Topographie zu nutzen, um die beste Stromerzeugung zu haben."

Ein Vorteil sei die Verwurzelung des Standorts in der Bevölkerung. "Die Mitarbeiter sind unglaublich stolz auf die Anlage." Das merke man, wenn bei Störfällen die Mitarbeiter ungerufen kommen, um Probleme zu lösen. "Das kann man nicht von oben führen, das muss einfach da sein", freut er sich. Wichtig für Rost ist auch der Ausbildungsstandort, bis zu 30 Azubis sind in Forbach tätig, "ein hohes Gut im Murgtal", bekräftigt er.

Die neue Unterstufe mit Kavernenkraftwerk ist im Genehmigungsverfahren (das BT berichtete). "Es ist noch ein großes Stück Arbeit, bis wir zur Genehmigung kommen." Im Herbst sollen Probebohrungen Erkenntnisse über die Felskonstellation liefern. Rechtliche Fragen mit Fachbehörden müssen geklärt werden. Theoretisch wäre eine Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks 2025 möglich - etwa dreieinhalb Jahre Bauzeit sind bislang kalkuliert. "Wir wollen die Genehmigung erhalten und parallel die Ausschreibungsunterlagen vorbereiten."

Die Ausschreibung soll mit den Bietern verhandelt werden. Dann entscheide der Vorstand, ob das Projekt realisiert wird. Rund 130 Millionen Euro Investitionssumme wurden genannt. Auch müssen die energiepolitischen Rahmenbedingungen passen - ein schwieriger Punkt, "beim Blick in die Zukunft tun sich alle schwer".

Das Planfeststellungsverfahren für die Unterstufe sieht er als positives Signal seitens des EnBW-Vorstands. Aber: Sollten die Rahmenbedingungen nicht passen, dann "wird die Reißleine gezogen". Forbach sei gleichwohl ein hochinteressanter Standort, "wir wollen weitermachen".

Sollte es zum Aus für den Neubau kommen, dann müsse man überlegen, wie es weitergehe, "dann ist noch nicht gleich die Tür zu." Aber: "Ich bin positiv gestimmt. So eine Infrastruktur wie hier gibt es kein zweitens Mal. Der Weitblick der Energiewirtschaft und die Breite, die für uns überlebenswichtig ist, bessern sich. Es macht Sinn, hier etwas zu verändern", das sei das Signal.

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