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"Ich habe Katz gegeben, was ich konnte"
Daniel Bitton zieht es zurück in die Rhein-Main-Region. Nach neun Jahren wird er als Geschäftsführer der Weisenbacher Katz-Gruppe zum Jahresende ausscheiden.  Foto: av / Mack
06.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - "Neun Jahre sind eine lange Zeit", sagt Daniel Bittton. Der Geschäftsführer der Weisenbacher Katz-Gruppe wird aus seiner Position ausscheiden. Kai Furler und Frank Lendowski, die Vorstände der Koehler-Gruppe in Oberkirch, der die Katz-Gruppe angehört, werden die laufenden Geschäfte verantworten, bis eine Nachfolgeregelung getroffen ist. Sie waren bislang ebenfalls Geschäftsführer der Katz-Gruppe. "Ich habe Katz gegeben, was sich konnte", resümiert Daniel Bitton seine Tätigkeit für das Unternehmen. Bis Ende des Jahres bleibt er noch in Weisenbach "im Amt".

Die Ursprünge der Katz-Gruppe reichen mehr als 300 Jahre zurück, als Johann Georg Katz 1716 ein Sägewerk in Weisenbach errichtetet. Heute gilt das Unternehmen als der größte Bierdeckelproduzent der Welt. Das Unternehmen stellt rund 3,5 Milliarden Untersetzer und etwa 30000 Tonnen Holzschliffpappe jährlich her. Diese wir zur Trittschalldämmung, für Lebensmittelverpackung oder als Werbeträger weiterverarbeitet. Derzeit sind in Weisenbach 148 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende, beschäftigt.

Nach der Insolvenz übernahm im Herbst 2009 die Koeheler-Gruppe aus Offenburg "The Katz Group". Seit neun Jahren ist Daniel Bitton dort als Geschäftsführer tätig. Er habe viel bewegt in dieser Zeit, blickt Bitton zurück, und jetzt "Inventur gemacht". In Wiesbaden besitzt er ein Haus, in die Rhein-Main-Region, aus der er stammt, zieht es ihn wider zurück. Er wolle noch einmal etwas Neues beginnen, sagt der 53-Jährige. Die Gespräche mit der Geschäftsführung in Oberkirch verliefen ruhig und freundschaftlich, "ich gehe nicht im Groll", macht er gegenüber dem BT deutlich. Eine "saubere Übergabe" ist ihm wichtig. Seine Zukunft sei derzeit noch offen, attraktive Angebote lägen ihm vor, über die er in Ruhe entscheiden will. "Vielleicht it es gut, wenn ein frischer Wind kommt". Die Herausforderung für seinen Nachfolger sei es, die Mitarbeiter bei der Weiteentwicklung des Unternehmens mitzunehmen. Für ihn habe immer der Mensch im Mittelpunkt seines Handelns gestanden, unterstreicht Bitton.

Die Katz-Gruppe ist nach seiner Einschätzung gut aufgestellt, "mein Nachfolger wird ein ordentlich bestelltes Haus vorfinden. Das Unternehmen ist kerngesund, die Produktlinien wachsen."

Im Unternehmen wurden in jüngster Vergangenheit Stellen abgebaut, Bitton berichtet von 27 personellen Maßnahmen. Dazu zählen Altersteilzeit-Regelungen und Verlagerungen von Arbeitsplätzen, von fünf Beschäftigten habe man sich getrennt. Gründe waren der Preisverfall bei den Bieruntersetzern und die Entwicklung des Dollarkurses (das BT berichtete). Die Maßnahmen seien nachvollziehbar, um konkurrenzfähig zu bleiben. "Katz ist nicht der billige Jakob am Markt", unterstreicht Daniel Bitton.

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