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Spontane Hilfsaktion
Spendensammlung bei 'City Florist Gaggenau' für Angehörige der Opfer des tödlichen Unfalls. Im Bild Tanja Möhrmann (rechts) und Inhaberin Denise Kuzbicki.  Foto: Jahn
17.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Viele Gaggenauer können es immer noch nicht fassen, was sich am Freitag gegen 21 Uhr in der Goethestraße zwischen Tor 5 des Benz-Werks und dem Daimler-Ausbildungszentrum ereignet hat. Eine 54-Jährige und ihr sieben Monate altes Engelkind werden von einem Auto auf dem Gehweg erfasst. Der Fahrer begeht Unfallflucht. Großmutter und Enkel überleben den Unfall nicht. Eines wird deutlich: Die Gaggenauer sind eine große Gemeinschaft und helfen, wenn Not am Mann ist. Durch eine Facebook-Gruppe wurde jetzt eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

"Heute ist schon sehr viel los gewesen", berichtet Tanja Möhrmann. Sie arbeitet bei "City Florist Gaggenau" in der Fußgängerzone. Dort können Spenden für die Angehörigen der bei dem Unfall ums Leben gekommenen Menschen abgegeben werden. "Heute Vormittag waren bereits knapp 20 Spender da", sagte Möhrmann gestern.

Das Geld soll ohne Abzüge der Familie zur Verfügung gestellt werden. Die Spendenaktion läuft bis 28. Juli. Danach ist geplant, das Geld umgehend über die Gaggenauer Stadtverwaltung den Angehörigen zukommen zu lassen. "Mir ist es ein absolutes Anliegen, der Familie zu helfen", betont Möhrmann. Sie kennt die Familie nicht, hat sich aber spontan zur Unterstützung entschlossen.

"Unser Blumenladen City Florist würde gerne eine bunte Pflanzenschale mit einer Schleife unserer Gruppe zur Trauerfeier spenden." Das postete Tanja Möhrmann Sonntagmittag in der Facebook-Gruppe "Du bist Gaggenauer, wenn..." - und die Angelegenheit entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit mehr oder weniger zu einem Selbstläufer. Viele fanden positive Worte für diese Ankündigung. "Hier wird Menschlichkeit groß geschrieben", äußerte zum Beispiel ein Mitglied. "Das ist eine sehr schöne Idee." "Da bin ich auch dabei." So oder ähnlich lauteten viele Kommentare.

Schnell kam die Idee auf, dass das Blumengeschäft in der Hauptstraße 61 Anlaufpunkt für Spendenwillige werden sollte. Ein Vorschlag aus der Gruppe, den die gebürtige Gaggenauerin gerne aufnahm. Und auch ihre Tochter, Denise Kuzbicki, Inhaberin des Blumengeschäfts, ist begeistert von der Idee.

Jeder Spender soll sich mit Name und Unterschrift sowie den Betrag in eine Liste eintragen. Außerdem kann er mit einer Unterschrift in einer Trauerkarte sein Mitgefühl ausdrücken.

Gestern Nachmittag (Stand 17 Uhr) waren bei der Sammlung bereits 665 Euro zusammengekommen.

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