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Wie Altern möglichst angenehm verläuft
Lisa Frebel. Foto: pr
03.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Im Rahmen der Studie "Ein gutes Jahr mehr" sucht das wissenschaftliche Team am Universitätsklinikum Tübingen Freiwillige unterschiedlichen Alters, die in Gaggenau leben. Sie sollen im August oder September an einer Gruppendiskussion teilnehmen.

"Es geht uns dabei um Ihre ganz persönlichen Einstellungen und Erfahrungen", betont Projektmitarbeiterin Lisa Frebel vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin.

Der demographische Wandel führe zu mehr Aufmerksamkeit für das Alter und das Altern - "dies im Hinblick auf die Fragen, wie wir länger leben können, was ein ,gutes' Leben im Alter oder gelingendes Altern ist und wie es erreicht werden kann", erläutert Lisa Frebel.

Ein gutes Dutzend Gaggenauer konnte vor einem Jahr zur Teilnahme an einer ähnlichen Umfrage motiviert werden. Damals war es um den Themenbereich "Gute Arbeit" gegangen. "30 Teilnehmer wären der Knaller", zeigt sich Lisa Frebel zurückhaltend, was die Resonanz dieses Mal anbelangt. Ziel ist, jeweils sechs bis sieben Leute in einer Gruppe zu haben, die dann miteinander ins Gespräch kommen.

Ziel der nun anstehenden Interviews sei es, möglichst unterschiedliche Sichtweisen zu dokumentieren. Jeder Teilnehmer wird einer Gruppe zugeordnet, die sich einmalig für eine Diskussionsrunde trifft. Diese wird etwa zwei Stunden dauern und im Rathaus Gaggenau stattfinden.

"Das ist qualitative Forschung", erläutert die Wissenschaftlerin - eine repräsentative Umfrage sei nicht beabsichtigt: "Wir wollen die individuellen Meinungen in Erfahrung bringen. Bei einer Fragebogenaktion zum Ankreuzen hingegen würde viel durch das Raster fallen."

Besonders die verbesserte Vorsorge bei chronischen körperlichen und psychischen Erkrankungen steigere die Lebenserwartung und gesundheitliche Lebensqualität im Alter.

"Allerdings sind hier außer den individuellen Verhaltensweisen auch durch die gesellschaftliche Entwicklung bedingte Lebenschancen zu berücksichtigen", geben die Wissenschaftler zu bedenken.

Bereits in der Jugend wird Grundstein gelegt

Letztere seien ungleich verteilt - dabei spielten soziale Bedingungen wie Wohnraum, Bildung und die Arbeitsbedingungen eine entscheidende Rolle: Bereits in früheren Lebensphasen würden diese Voraussetzungen die Grundlagen bilden für sozial bedingte gesundheitliche Ungleichheit im Alter.

Denn die Resultate unterschiedlicher Lebensbedingungen sammelten sich während eines Lebenslaufs an. Verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen der Gaggenauer sind dabei durchaus interessant für die Wissenschaftler. "Uns interessiert wirklich: Wie sehen die Leute das?", erklärt Lisa Frebel: Gibt es beispielsweise so etwas wie einen gefühlten Zwang jung zu bleiben? Schämt man sich gar, alt zu werden? Oder gibt es möglicherweise ganz andere Sichtweisen nach dem Motto "Ich lebe jetzt"?

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