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Dorfstraße saniert, Verkehrsregelung bleibt
In der Dorfstraße in Sulzbach geht es auch nach der Sanierung weiter eng zu. Vor allem die Parkplatzsituation ist für viele unbefriedigend. Foto: Stadt
06.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gaggenau - Die Sanierungsarbeiten in der Dorfstraße in Sulzbach sind in der vergangenen Woche abgeschlossen worden. Der fehlende Asphalt-Feinbelag ist eingebaut, diverse sind Restarbeiten erledigt. Die Straße ist seither wieder für den Verkehr freigegeben. Die Stadtverwaltung bedankt sich im Rahmen einer Pressemitteilung für die gute Zusammenarbeit mit den betroffenen Anliegern. Doch die sind nicht uneingeschränkt zufrieden mit dem, was vor ihrer Haustür gemacht wurde.

Joachim Peters zum Beispiel hat sich schon während der Maßnahme mit einem Schreiben ans BT gewandt, in dem er sich auf unseren Artikel "Kleine Straße - großer Ärger" (BT vom 20. August) bezieht. "Wie schön, dass wenigstens das BT sich noch um die Nöte der Dorfstraßen-Anwohner in Sulzbach kümmert, nachdem unser politisches Personal in diesem Punkt erst komplett versagt hat und nun versucht, das Thema totzuschweigen", kritisiert Peters. Damit meint er insbesondere die Tatsache, dass die Anlieger nicht an der Dorfstraße parken können, und die Parkscheibenregelung: So etwas gehöre in die Stadt, nicht ins Dorf, "das ist doch ein Witz". Peters hätte sich gewünscht, dass der Ortschaftsrat "den Mumm gehabt" hätte, Ortsvorsteher Artur Haitz zu widersprechen und sich für eine seiner Meinung nach bessere Lösung einzusetzen. Schließlich sei Haitz "schon mit dem Einbahnverkehr im Querbachweg und der Straußgasse krachend gescheitert".

Hintergrund

Zu guter Letzt beklagt sich Peters auch über Oberbürgermeister Christof Florus, der ihm bei einem Bürgergespräch Ende des Jahres 2015 versprochen habe, das absolute Halteverbot komme auf jeden Fall weg. Taten seien dann aber keine gefolgt. "Nach solchen Erfahrungen fragt man sich, wozu man überhaupt noch zu Kommunalwahlen gehen soll", zeigt sich Peters frustriert.

Florus bestätigt, dass Peters am 14. Dezember 2015 bei ihm in der Bürgersprechstunde war und die Verkehrssituation in der Sulzbacher Dorfstraße thematisierte. Nachdem der Sachverhalt mit dem Leiter des Bürger- und Ordnungsamts erörtert wurde, habe man Peters mitgeteilt, dass die Parkregelung, wie vom Ortschaftsrat beschlossen, beibehalten werden soll. Auch die Regelung des absoluten Halteverbots in dem genannten Bereich sei dringend notwendig, da bei beidseitigem Parken die Dorfstraße unbefahrbar wäre. "Weitere Zugeständnisse wurden seitens des Oberbürgermeisters nicht gemacht", betont dieser auf BT-Anfrage.

Ordnungsamtsleiter Dieter Spannagel erinnert daran, dass die Parkscheibenregelung in der Dorfstraße nach einem entsprechenden Beschluss des Ortschaftsrats eingeführt wurde. Davor habe Spannagel bereits im September 2013 dem Ortschaftsrat Sulzbach mitgeteilt, dass bei der Anordnung einer einseitigen Parkscheibenregelung auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite ein Haltverbot eingerichtet werden muss.

Spannagel: Halteverbot weiterhin erforderlich

"Dies ist aufgrund der geringen Fahrbahnbreite erforderlich", erklärt Spannagel: "Ein ungehindertes Befahren der Dorfstraße durch Rettungsfahrzeuge (Rettungsdienst/ Feuerwehr) muss jederzeit gewährleistet sein. Außerdem muss der Linienbus diese Strecke befahren. Bei der Einmündung Dorfstraße/Neue Straße gibt es keine Wendemöglichkeit für den Linienbus. Ein auf der gegenüberliegenden (jetzt mit Halteverbot belegten) Fahrbahnseite abgestelltes Fahrzeug würde die Nutzung der durch die Parkscheibenreglung ausgewiesenen Parkfläche behindern. Schon durch Vorschriften der Straßenverkehrsordnung ist das Parken unzulässig, wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen behindert." Spannagel ist der Meinung, dass das Halteverbot dort weiterhin erforderlich ist: "Auch durch die Deckensanierung ist die Straße nicht breiter geworden."

Für Ortsvorsteher Artur Haitz ist der Ärger einiger Anlieger nichts Neues. Sie hatten einst sogar eine entsprechende Unterschriftenliste übergeben. Allerdings könne man es im Straßenverkehr nie allen recht machen. Haitz hält die vom Ortschaftsrat beschlossene Lösung nach wie vor für gut. "Dabei wird es auch bleiben." Ihn hätten seitens der Anwohner auch positive Rückmeldungen darauf erreicht. Grund für die Einführung dieser Verkehrsregelungen sei die Tatsache gewesen, dass die Dorfstraße früher oft "total zugeparkt war" und der Schulbus regelmäßig feststeckte. Nicht selten hätten Busfahrer bei Haitz angerufen und moniert, dass sie an einer der Engstellen mal wieder nicht vorwärtskamen.

Außerdem wollte man in der Dorfstraße beidseitig Gehwege anlegen, wofür die Fahrbahn entsprechend eingeengt werden musste. "Früher mussten Fußgänger auf der Straße gehen", erinnert Haitz. Das ist heute nicht mehr der Fall - und "das begrüßen wir natürlich".

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