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Statt "roter Punkt" droht die Warteschleife
Direkt an der Hauptstraße von Ottenau, in der Nähe der Kirche St. Jodok, soll gebaut werden (Pfeil). Foto: Walter
14.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Seit anderthalb Jahren hat ein gut tausend Quadratmeter großes Grundstück an der Ottenauer Hauptstraße einen neuen Eigentümer. Der Investor würde hier gerne ein Wohnhaus mit acht Wohneinheiten errichten. Doch bald ebenso lange dauert der Zwist mit der Stadtverwaltung. Ob und wann er dort bauen wird, scheint mittlerweile mehr als ungewiss: Am Montag soll der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet beschließen - inklusive dreijähriger Veränderungssperre. "Wenn das kommt, dann verkaufe ich wieder", schimpft der Investor im BT-Gespräch, "und den Wertverlust stelle ich der Stadt Gaggenau in Rechnung."

Acht Wohnungen "für Familien", zweieinhalb Stockwerke, 28 Meter lang: Das wäre der Baukörper, den die Rolf + Dagmar Günther Grundstücks- und Wohnbau GbR aus Gernsbach gerne vom Gaggenauer Architekten Erich Gay verwirklicht hätte.

Die Termine im Gaggenauer Rathaus habe er irgendwann nicht mehr gezählt in den vergangenen anderthalb Jahren, erzählt Rolf Günther. Mittlerweile befasst sich das Regierungspräsidium in Karlsruhe mit dem Vorhaben; sein Anwalt habe den Sachverhalt dorthin übermittelt, berichtet der Investor. Schließlich habe nach seiner Erkenntnis die städtische Wohnungsgesellschaft in der Konrad-Adenauer-Straße auch deutlich größer bauen lassen, als es die Umgebungsbebauung zugelassen hätte. Aus Karlsruhe habe er aber noch keine Mitteilung, wie diese Behörde die Dimensionen seines geplanten Projekts in Ottenau einschätzt.

Doch das ist einer der Knackpunkte; dies wird in der Sitzungsvorlage deutlich, die von der Stadtverwaltung für den Gemeinderat erarbeitet wurde.

Stadt sorgt sich auch um die Umgebung

"Das Mehrfamilienhaus mit oberirdischen Stellplätzen "fügt sich nach aktuellem Planungsstand aufgrund der Größe des Gebäudes nicht in die Umgebung ein", heißt es dort und weiter: "Aufgrund der Zuschnitte und Größe der angrenzenden Grundstücke sowie des Alters der Bestandsbebauung ist zudem nicht auszuschließen, dass zukünftig weitere und ähnliche Vorhaben in der Umgebung geplant werden." Deshalb sollen ein Bebauungsplan und eine dreijährige Veränderungssperre auf den Weg gebracht werden.

Dieser würde allerdings nicht nur den Investor betreffen, sondern alle Haus- und Grundstückeigentümer in dem betroffenen Gebiet zwischen Haupt- und Friedhofstraße. Anwohner der Wilhelm-Heck-Straße sind nicht betroffen.

Verwunderlich sei für ihn, dass die Verwaltung nicht auf den Befund des Regierungspräsidiums warte, sondern nun den Bebauungsplan "in aller Eile durchdrücken" wolle. "Wir hätten kein Problem mit der Einschätzung des Regierungspräsidiums, ganz egal, wie diese ausfällt", versichert Rolf Günther. Nicht zuletzt habe sein Architekt bereits eine Planänderung im Rathaus eingereicht: Nur noch 25 statt 28 Meter lang solle nun das Wohnhaus werden - und damit sei man einer Forderung der Stadt nachgekommen. Dies bedeute realen Geldverlust in der Vermarktung der Wohnungen, doch wichtig sei für ihn vor allem, "dass wir endlich die örtlichen Handwerker beauftragen können".

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