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Grillhütte am Salmenplatz erlangt Kultstatus
Grillhütte am Salmenplatz erlangt Kultstatus
31.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Gernsbach - Kaum eine andere Idee hat sich bisher in Gernsbach so erfolgreich durchgesetzt wie die Grillhütte auf dem Salmenplatz. Fast jeden Abend sowie tagsüber (außer sonntags) ist sie ein beliebter Treffpunkt - nicht nur für Menschen aus Gernsbach, sondern auch von weiter her. Oft stehen sie dicht gedrängt um die rustikalen Holztische, um bei Bratwurst und Glühwein miteinander zu reden und Spaß zu haben. Selbst Regen kann sich nicht als Störenfried entpuppen. Gut beschirmt, rückt man noch enger zusammen. "Die Belebung des Platzes ist gelungen", freut sich Claus Olinger über die Beliebtheit der Hütte.

Vor sechs Jahren wurde der Platz mit dem Bau des dortigen Wohn- und Geschäftshauses neugestaltet. "Wir haben die Fläche als angrenzende Gewerbetreibende in der Adventszeit als zu dunkel gesehen", meint Olinger im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt. Irgendetwas fehlte. Zusammen mit Steffen Geiser begann er, Szenarien für die Vorweihnachtszeit zu entwickeln. Bei diesem Brainstorming rückte immer mehr ein Afterwork-Bratwurst- und Glühweinstand in den Mittelpunkt.

Bis dann alles in trockenen Tüchern war, brauchte es fast ein Jahr Vorlaufzeit. Man saß mit Steuerberater und Stadt zusammen. Eine Firma musste gegründet und angemeldet werden. Zudem waren entsprechende Genehmigungen einzuholen. Seit vier Jahren gibt es sie nun, die Adventsgrillhütte auf dem Salmenplatz. Im nächsten Jahr können die Initiatoren somit ein kleines Jubiläum feiern. Schon im Sommer laufen die ersten Anfragen, ob es den beliebten Adventstreffpunkt auch in diesem Jahr wieder geben wird. Unterstützung erhalten die Initiatoren und Betreiber Marco Weitz, Martin Seyfahrt und Claus Olinger von ihren Familien, den Töchtern und den Söhnen. Arbeitsbeginn ist zumeist um 8 Uhr in der Früh. Bis 21 Uhr sind die Hauptverantwortlichen anschließend vor Ort.

Die fleischerne Kulinarik liefert einer der Ideengeber, die Metzgerei Geiser. Brötchen und Brot steuern handwerklich geführte örtliche Bäckereien bei. Kleinigkeiten werden im nahen Supermarkt geholt. Der anfängliche Widerstand einzelner Bewohner aus der unmittelbaren Nachbarschaft sei mittlerweile verstummt. Was nicht zuletzt daran liege, dass die Crew sehr darauf bedacht ist, die Bewirtungszeiten penibel genau einzuhalten. Eine Glocke läutet zumeist die letzte Runde ein.

Zufrieden zeigt sich das Trio, dass es bisher nur einen Einbruchsversuch - gleich zu Beginn - gegeben hat. Zerstörungen waren bisher nicht etwaigem Vandalismus geschuldet, sondern dem Wetter.

Warum geht die Grillmannschaft dieses Jahr in die Verlängerung? Das hat organisatorische Gründe, erläutert das Betreiber-Trio. Bisher wurde es so gehandhabt, dass an Silvester Schluss war. "Der Abbau war immer Stress pur." Also sagte sich das Team: Das Event beginnt, wenn der Christbaum aufgestellt wird und endet, wenn dieser um den 6. Januar wieder entfernt wird. Wäre die Grillhütte als Dauereinrichtung eine Option? "Nein", kommt es entschieden zurück. Das Ganze würde an Reiz verlieren, lautet die Argumentation.

Teil des Erlöses fließt



an die Lebenshilfe

Für Vereinsmitglieder und Mitarbeiter der umliegenden Betriebe gehört es mittlerweile zum guten Ton, sich nach der Arbeit am Grill beim Weihnachtsbaum zu versammeln. Wiederum andere reisen mit der Stadtbahn an. Außerdem nutzten bereits Brautpaare nach der standesamtlichen Trauung die Location für Sektempfänge.

Musikern und Sängern bietet die Grillhütte ebenfalls eine willkommene Plattform für ihre musikalische Performance. "Geplant wird jedoch nichts." Das einzige gesetzte Event ist die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, so Olinger. An sie geht auch seit drei Jahren ein Teil des Erlöses als Spende. Die Betreiber der beliebten Hütte zeigen sich zudem überzeugt, dass die umliegende Gastronomie von der Arbeit der Grillhütten-Mannschaft profitiere.

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