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Ohne Zugpferde
19.01.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red/ham) - Die CDU Gernsbach hat mit der Kür der Kandidaten die Kommunalwahl 2019 eröffnet. Im Mai wird der Gemeinderat für die kommenden fünf Jahre bis 2024 neu gewählt. Als erste der vier im Gemeinderat vertretenen Parteien hat die CDU jetzt ihre Kandidaten am Donnerstagabend aufgestellt. Einige bekannte Gesichter fehlen künftig: allen voran die beiden Zugpferde Friedebert Keck und Wolfgang Müller (siehe Bericht auf der Murgtal-Titelseite).

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung unter der Leitung der CDU-Kreisvorsitzenden Brigitte Schäuble stimmten die Wahlberechtigten über die Zusammensetzung der neuen Liste ab. Dabei werden langjährige Mandatsträger nicht mehr antreten. Neben Bürgermeister-Stellvertreter Keck und Altbürgermeister Müller verzichtet der Reichentaler Stadtrat Robert Klumpp auf eine weitere Mitwirkung im Hauptorgan der Gemeinde und scheidet im Mai aus dem Gremium aus. Während Müller erstmals 2014 kandidiert hatte, war Keck 27 Jahre lang dabei. 1992 war der 76-Jährige als Nachrücker in den Gemeinderat seiner Heimatstadt eingezogen, weil Franz-Josef Karcher seinen Platz räumte. Das Urgestein verzichtete damals für seinen neuen Schwiegersohn Rupert Felder, der auch schon im Gemeinderat saß, aber nach der Hochzeit mit ihm verwandt war - und nur ein Familienmitglied erlaubt ist.

Durch die Neuordnung der Zusammensetzung und Verkleinerung des Gremiums sind erstmals 14 Kandidaten für die Kernstadt zu nominieren, erläutert die CDU in ihrer Mitteilung. Die stärkste Fraktion im Gernsbacher Gemeinderat kann auch ohne Keck und Müller die einschließlich der Ortsteile maximal mögliche Zahl von 22 Kandidaten aufbieten. "Wir freuen uns, dass diese starke Liste einen breiten Querschnitt durch die Bevölkerung abbildet und Jüngere wie Ältere umfasst, erfahrene Kommunalpolitiker ebenso wie neue Gesichter, die sich für die Stadt engagieren wollen", sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dirk Preis.

Auch Frauke Jung, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gemeinderat, betont die unterschiedlichen Kompetenzen und Berufsbilder, der für die Kandidatenliste nominierten Gernsbacher. "Mit einem Zukunftsworkshop haben wir große Übereinstimmung in den Themen und Brennpunkten der Stadt gefunden."

"Die Herausforderungen des neuen Gremiums sind gewaltig: die Finanzen der Vier-Bäder-Stadt, Altstadt, der demografische Wandel oder auch die Entwicklung der Ortsteile wird die Agenda des Gemeinderats bestimmen", zählt Jung künftige Schwerpunkte auf. Mit dem Zukunftsworkshop habe die CDU die Themen definiert und wolle Ideen und Anregungen einbringen. "Dialog und Kompromiss sollten wieder die Kultur im Gremium prägen", fordert die Fraktionschefin. Mit Stefan Freundel und Peter Kugler sind engagierte Personen der Bürgerinitiative Giftfreies Gernsbach (BiGG) auf der CDU-Liste. Natürlich spielte die konsequente Haltung der CDU auch in Sachen Pfleiderer eine Rolle, nennt Jung Gründe für die neuen Kandidaten. Die Haltung beim Pfleiderer-Areal sei aber nicht die alleinige für die Zugänge. Bei den Grünen tritt der zweite BiGG-Sprecher neben Freundel, Stefan Krieg, an. Beide werden spätestens nach dem Einzug in den Gemeinderat ihre dortige Führungsaufgabe ruhen lassen, hieß es bei der jüngsten Sitzung der Bürgerinitiative. Bei den Zielen zum Pfleiderer-Areal werden sich CDU und Grüne nach diesen Personalien noch einiger als bisher sein (das BT berichtete).

Die CDU-Mitgliederversammlung folgte für die Aufstellung einem bei der letzten Wahl bewährten Prinzip: Die einzelnen Wahlbezirke werden jeweils von den Frauen angeführt, anschließend die männlichen Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge. "Natürlich ist die Kandidatensuche für ein solches Ehrenamt immer schwierig, aber wir haben mit dieser starken Liste eine breite Zustimmung für unseren klaren Kurs und unsere inhaltliche Arbeit gefunden", findet Sylvia Felder, die an der Spitze der Liste für die Kernstadt steht. Die Landtagsabgeordnete hatte 2014 mehr als 4 600 Wähler hinter sich vereint und damit die meisten Stimmen im gesamten Stadtparlament gesammelt. Auch aus den Vereinen, der Wirtschaft, Naturschützern sowie Gernsbacher Gewerbetreibenden konnten Kandidaten gewonnen werden, schreibt die CDU weiter. So sind der DRK-Vorsitzende Volker Hildenbrand und Daimler-Manager Axel Schulz auf der Liste.

Im Einzelnen kandidieren für die Kernstadt (14 Sitze): Sylvia Felder, die Leiterin der Reitschule Gernsbach, Sara Gaus, Maren Schmidt-Peker, Thalib Ahmad, Patrick Billian, Stefan Brahm, Manuel Daum, Stefan Eisenbarth, Freundel, Hildenbrand, Stephan Iding, Herbert Jerewitz, Christoph Kist und Schulz; für Staufenberg (3 Sitze): Frauke Jung, Burkhard Jung und Peter Kugler ; für Lautenbach (ein Sitz): CDU-Vorsitzender Dirk Preis; für Obertsrot-Hilpertsau (3 Sitze): Christine Winkelhorst, Eckehard Hilf und Marc Nieberle. Einen Wechsel wird es in Reichental (1 Sitz) geben: An Stelle des bisherigen Ratsmitgliedes Robert Klumpp, der nicht mehr antritt, kandidiert der Reichentaler Ortsvorsteher Bernhard O. Wieland.

"In den kommenden Wochen werden wir das Wahlprogramm erarbeiten und für eine CDU-Mehrheit im Gemeinderat werben, weil wir die Zukunft unserer Stadt mitgestalten wollen", beendete Preis die Veranstaltung vor 50 Teilnehmern, die das starke Interesse an der Mitgestaltung zeigten. Frauke Jung schloss mit den Worten: "Wir gehe jetzt mit dem Schwung dieser Nominierungsveranstaltung in die kommenden vier Monate bis zur Wahl am 26. Mai."

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