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Pfeiffer stellt Open-Air-Kino in Aussicht
Pfeiffer stellt Open-Air-Kino in Aussicht
13.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Arbeitet daran, dass Gaggenau sich weiterentwickelt. Es ist Eure Stadt." Diese Worte gab Bürgermeister Michael Pfeiffer gestern rund 120 Jugendlichen auf den Weg. Diese hatten sich zu einem öffentlichen Jugendforum in der Festhalle Bad Rotenfels eingefunden. Und zahlreiche Ideen und Vorschläge präsentiert, was in Gaggenau besser sein sollte oder könnte.

Der Bürgermeister stellte dafür gleich ein mögliches Event in Aussicht. Im Sommer sei ein Open-Air-Kino im Gaggenauer Murgpark denkbar. Eine solche Veranstaltung war Bestandteil der zahlreichen Vorschläge, die die Jugendlichen unterbreiteten. Angesprochen waren mehr als 1 000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Es beteiligten sich unter anderem die Merkurschule, die Realschule und das Goethe-Gymnasium, berichtete Ricarda Moser, Leiterin des Jugend- und Familienzentrums (Jufaz), die zusammen mit Tina Frey (Hauptamt) verantwortlich für die Jugendbeteiligung in Gaggenau ist.

"Ihr habt Euch wahnsinnig viele Gedanken gemacht", bescheinigte Pfeiffer dem Nachwuchs und ergänzte, dass viele angesprochenen Dinge weiter bearbeitet werden könnten. Die Präsentationen waren in verschiedene Punkte unterteilt.

Schulen: Am Goethe-Gymnasium sollten verschiedene Gebäudesanierungen umgesetzt werden, so am Pavillon eins und zwei. Bemängelt wurde auch die fehlende Sauberkeit von Räumen und Fenstern. An der Realschule sollten die Trennwände stabiler sein. Auch der Schallschutz sei verbesserungswürdig. Die Schüler wünschen sich zudem bessere Sitzgelegenheiten außerhalb der Klassenzimmer. Das Internet im PC-Raum und an der Schule allgemein sei sehr langsam. An allen Schulen seien Möbel zum Teil veraltet und beschädigt. Außerdem wünschen sich die Schüler für jedes Klassenzimmer einen Beamer. Bürgermeister Pfeiffer betonte, dass für die Schulen viel Geld in die Hand genommen werden müsste.

ÖPNV - Mobilität: Kritisiert wurde, dass manche Radwege abrupt enden und es keine Möglichkeit zum Einfädeln in Straßen gebe. Beschilderungen könnten hier helfen. Der Zustand der Radwege sei schlecht. Fahrradständer würden fehlen oder seien falsch platziert, etwa in der Fußgängerzone. Verbesserungswürdig sei der Öffentliche Personennahverkehr. Kritisiert werden Verspätungen und Ausfälle. Im Gespräch mit dem Landratsamt sollten Verbesserungen der Linien erreicht werden.

Stadtentwicklung: Im Kino in Ottenau wünschen sich Schüler 3D-Filme, im Sommer eventuell Open-Air-Kino, draußen Sitzmöglichkeiten, eine "bessere Filmauswahl" und eine größere Auswahl an Speisen und Getränken. Zum Thema Einkaufen (Mode) soll eine Fragebogenaktion gestartet werden. Viele würden dafür nach Karlsruhe fahren. Nach Abschluss der Aktion soll das Gespräch mit der Werbegemeinschaft und dem Einzelhandel gesucht werden. In Sachen Internet wünscht sich der Nachwuchs mehr Hotspots, zum Beispiel in Schulen. Zum Thema schnelles Internet bemerkte Pfeiffer, dass es in ganz Gaggenau bislang nur ein Glasfasernetz gebe - im Ortsteil Winkel. Der Wunsch von Jugendlichen, einen Technikmarkt nach Gaggenau zu locken, sei nicht so einfach umzusetzen. Ein Händler brauche entsprechende Kundennachfrage, um existieren zu können.

Freizeitgestaltung/Veranstaltungen: Erörtert werden soll, was angeboten werden könnte. Disco, Konzerte, Open-Air-Kino waren Vorschläge. Auch wann und wo müsse geklärt werden, ebenso wer was macht. Notwendig seien dafür Sponsoren. Weitere Themen waren Hochseilgarten, Soccerplatz und Skaterpark.

Jugend- und Familienzentrum (Jufaz): Vorgeschlagen wurden verschiedene Dinge wie Filmabend, Spendenlauf, ein Waffel- und Kuchenverkauf und längere Öffnungszeiten.

Ideen wurden in den zurückliegenden Wochen viele entwickelt und gestern vorgestellt. Ob und wenn ja welche in die Tat umgesetzt werden können, liegt an der Stadt - und natürlich an den Jugendlichen.

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