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Höhere Zuführungsrate erwirtschaftet
Höhere Zuführungsrate erwirtschaftet
23.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Positives konnte Kämmerer Werner Krieg im Weisenbacher Gemeinderat berichten. Dort präsentierte er die Jahresrechnung für 2017. Deren Gesamtvolumen beträgt rund 7 976 500 Euro. Die gute Nachricht: Der Verwaltungshaushalt konnte eine Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt von rund 394 000 Euro erwirtschaften, das sind rund 245 000 Euro mehr als im Planansatz fixiert. 2017 war der letzte kamerale Haushalt der Gemeinde.

Verantwortlich für das positive Ergebnis waren Mehreinnahmen bei der Einkommensteuer, den Schlüsselzuweisungen, den Landeszuschüssen für den Kindergartenbetrieb sowie bei Zuschüssen für die Rathaussanierung. Sie beliefen sich insgesamt auf 252 600 Euro. Geringer fielen die Gewerbesteuer (minus 16 200 Euro) und die Holzerlöse (minus 16 750 Euro) aus.

Das Gewerbesteueraufkommen summierte sich 2017 auf rund 233 800 Euro, das waren Wenigereinnahmen gegenüber dem Haushaltsansatz von knapp 16 200 Euro. Die Gewerbesteuerumlage betrug knapp 51 000 Euro, somit verblieben der Gemeinde noch knapp 183 000 Euro.

Wenigereinnahmen gab es bei den Abwassergebühren (rund 64 000 Euro) sowie der Wasserversorgung (69 500 Euro). Gründe hierfür waren die Umstellung auf das Neue Kommunale Hauhalts- und Rechnungswesen (NKHR), die Ablesung der Verbräuche erfolgte bereits im September.

Ein großer Posten waren die Personalkosten. Sie summierten sich auf rund 1 755 000 Euro, eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent. Mehrausgaben gab es vor allem beim Kindergartenpersonal (plus rund 131 000 Euro). Als Gründe nannte Krieg in seinem Bericht die Tariferhöhungen sowie den zusätzlichen Personalbedarf durch die Erweiterung der Kinderkrippe.

Bei den allgemeinen Finanzumlagen musste Weisenbach im kommunalen Finanzausgleich rund 628 000 Euro abführen, die Umlage an den Landkreis betrug rund 881 000 Euro.

Der Vermögenshaushalt schloss mit rund 1,5 Millionen Euro ab. Das Investitionsvolumen betrug rund 1,2 Millionen Euro, neue Kredite waren zur Finanzierung keine erforderlich.

Eine wesentliche Investition war die Erweiterung der Kinderkrippe. Sie wurde 2017 abgeschlossen, Kosten: rund 425 000 Euro.

Der zweite Abschnitt der Sanierung der Weinbergstraße begann. Schwerpunkte waren die Neuverlegung der Mischwasserkanalisation und der Wasserleitung (Gesamtkosten rund 1,313 Millionen Euro). Davon werden die gewährten Zuschüsse noch abgezogen, die Abrechnung soll in diesem Jahr erfolgen.

Bei der Sanierung des Latschigbads kam es durch die erheblich höheren Kosten für die Badewassertechnik zu deutlichen Mehrausgaben, die Gesamtkosten betrugen 832 000 Euro.

Der Stand der allgemeinen Rücklagen betrug zum Jahresende 2017 knapp 766 000 Euro bei einem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag von 126 535 Euro.

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