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"Schlagkräftige organisatorische Einheit"
'Schlagkräftige organisatorische Einheit'
20.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Ein Stück weit eine Erfolgsgeschichte" ist nach Auffassung von Gaggenaus Kämmerer Andreas Merkel der Nationalpark. Um die Zusammenarbeit in der vergrößerten Nationalparkregion Schwarzwald zu festigen und zu intensivieren, planen die touri stischen Akteure in naher Zukunft unter dem Namen "Nationalparkregion Schwarzwald GmbH" die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gründungsgesellschafter aus dem Murgtal sollen die Gemeinde Baiersbronn und der Zweckverband "Im Tal der Murg" sein.

Der Tourismus solle so entwickelt werden, dass wirtschaftlicher Erfolg, ökologische Verträglichkeit und hohe soziale Qualität Hand in Hand gehen. Laut Merkel solle eine "schlagkräftige organisatorische Einheit" gebildet werden. Der Gaggenauer Gemeinderat befasste sich in seiner Sitzung am Montag mit der Thematik.

"Es ist schade, dass nie mit dem Dehoga Murgtal gesprochen wurde", bemängelte Gerlinde Stolle (SPD) und nahm damit Bezug auf ein BT-Interview mit Ludwig Großmann, Vorsitzender des Dehoga-Verbands Murgtal, der sich dem Rastatter Verband angeschlossen hat. Der Kontakt zu Großmann sei vorhanden, sagte Oberbürgermeister Christof Florus.

Andreas Merkel hob hervor, dass eine Stelle für die Projektleitung Murgtal ausgeschrieben sei, das Auswahlverfahren laufe. Damit, so Florus, werde eine lange existierende Lücke geschlossen. Zudem habe der Zweckverband "Im Tal der Murg" ein Gastgeberverzeichnis aufgelegt, sagte Merkel. Von daher sei der Kontakt zum Dehoga vorhanden.

Bei der zu gründenden GmbH gehe es um touristisches Marketing unter anderem mit dem Ziel, auf Messen als Schwarzwald schlagkräftiger zu werben. Darin zusammengeschlossen sein sollen die Regionen Murgtal, Bühl/Bühlertal, Freudenstadt, Wolftal/Ortenau, Renchtal, Achertal und die Ferienregion Sasbachwalden.

"Wir unterstützen das Vorgehen", sagte Theo Gehrmann (FDP). Er sieht mit dem Nationalpark eine Chance für den Tourismus. Gleichzeitig bemängelte er, dass Autofahrer von der Autobahn mittels Beschilderung über Bühlertal in den Schwarzwald geleitet würden und nicht über das Portal Murgtal. Nach seiner Auffassung sei zum Beispiel die Teufelsmühle "ein absoluter Hotspot". Außerdem würden umweltverträgliche Unterkünfte benötigt. Eric Peplau (Bündnis 90/Die Grünen) ist froh, dass sich der Nationalpark schon so positiv für die Region entwickelt habe. Man müsse schauen, wie der Bereich Gaggenau/Gernsbach verstärkt als Tor zum Nationalpark partizipieren könne. "Mehr Chancen als Risiken" sieht Gerd Pfrommer (SPD) in der neuen GmbH. "Ich hoffe, dass die GmbH Früchte trägt", meinte Andreas Paul (CDU) und fügte hinzu, dass in "Gaggenau ohne Hotel" das Potenzial am Unimog-Museum ende.

Der Gemeinderat beauftragte bei einer Gegenstimme Oberbürgermeister Christof Florus, in der Verbandsversammlung des Zweckverbands "Im Tal der Murg" der Gründung der Nationalparkregion Schwarzwald GmbH mit Sitz in Baiersbronn sowie der Beteiligung des Zweckverbands an der zu gründenden Gesellschaft zuzustimmen. Im Zweckverband "Im Tal der Murg" sind Gaggenau, Gernsbach, Loffenau, Weisenbach und Forbach zusammengeschlossen.

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