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Ein Hauch von Vierschanzentournee auf dem Mehliskopf
Ein Hauch von Vierschanzentournee auf dem Mehliskopf
11.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Forbach - Für Sport-Fans ist es eine zusätzliche Attraktion auf dem Mehliskopf, die sie von der Vierschanzentournee her kennen: die Skihütte von der Schattenbergschanze in Oberstdorf. Die Holzhütte wird im Oberallgäu abgebaut, um bis 2021 Platz für die neuen WM-Bauten zu schaffen und soll spätestens im Herbst auf dem Mehliskopf ein neues Zuhause finden - damit die Skifahrer zur Hochsaison besser und vor allem schneller versorgt werden können.

Der Technische Ausschuss der Gemeinde Forbach beschäftigte sich am Dienstagabend mit dem Antrag, eine "Sportalm" samt WC-Anlage auf dem Mehliskopf zu errichten. Nachdem das Landratsamt Rastatt eine Befreiung von den Vorgaben des dortigen Bebauungsplans abgelehnt hatte, beantragte der Iffezheimer Andreas Kern nun das Projekt. Dabei stieß der Chef des Familienunternehmens Freizeit- und Sport-Zentrum Mehliskopf GmbH & Co. KG durchweg auf Wohlwollen, obwohl die Hütte aus Oberstdorf plus Sanitär-Container mit einer Größe von zehn mal zehn Meter das erlaubte Baufenster um jeweils zwei Meter in alle Richtungen sprengt. Die Nutzungsfläche liegt laut dem Forbacher Ortsbaumeister Oliver Dietrich sogar bei nur einem Viertel, 25 Quadratmeter.

"Wir sind doch froh, wenn jemand etwas machen will in der Gastronomie und sollten das positiv begleiten und unterstützen", betonte Andreas Wacker (CDU). Bürgermeisterin Katrin Buhrke pflichtete bei und empfand das Projekt als "sehr ansprechend" - zumal Dietrich vorher berichtet hatte, dass es "an guten Tagen mit 2 000 bis 3 000 Besuchern schon Ärger gab, weil die Versorgung" nur schleppend oder ob des enormen Andrangs gar nicht erfolgte. Um seinem Pächter Thomas Schreijäg während Spitzenzeiten zusätzlich zum Gastronomie-Pavillon mit Freiterrasse Möglichkeiten zu bieten, wurde Kern aktiv - und stieß zufällig auf das Schnäppchen am Rande der Schattenbergschanze. "Der Preis für die urige Hütte war günstig, weil sie die ja sonst teuer hätten abreißen lassen müssen", berichtete der Iffezheimer augenzwinkernd.

Ohne zu ahnen, dass die berühmte Holzhütte aus Oberstdorf geliefert wird, wertete Heike Schillinger (SPD) die "Sportalm" als "Highlight auf Forbacher Gemarkung und finden wir gut". Daniela Senger-Rieger (CDU) sah es genauso: "Forbach kann von dem Angebot nur profitieren." Der Vorschlag von Bernd Wörner (CDU), "generell das Baufenster zu ändern", für den laut Ortsbaumeister Dietrich denkbaren Fall, dass etwa "eine Garage gewünscht wird", stieß auf einhellige Zustimmung im Technischen Ausschuss. "Wir leiten daher die Änderung des Bebauungsplans ein", versprach Buhrke.

Kern freute sich über die breite Unterstützung durch die Gemeinderäte. Im Kampf um die "schwarze Null" beim Betriebsergebnis der Mehliskopf-GmbH, die sein Vater und sein Patenonkel vor 45 Jahren gegründet hatten, soll sie ein wichtiger Baustein sein. "Das Geschäft steht und fällt an zehn Tagen vom 23.12. bis 6. Januar", gewährte der Geschäftsmann gestern Einblick und ergänzte, "wenn's über Weihnachten läuft, kommt Geld rein. Das ist betriebswirtschaftlich entscheidend, weil wir da den drei- bis vierfachen Umsatz machen können. Die vergangene Saison schafften wir die schwarze Null nur, weil Dreikönig optimal lief." Bei der Verpachtung der "Sportalm" gewährt Kern Pächter Schreijäg "den ersten Zugriff". Zum gastronomischen Angebot in dem Kiosk könne er aber noch nichts sagen, "klar ist nur, dass es kein Schickimicki-Zeug gibt, sondern Deftiges".

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