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Das Außenbecken ist Geschichte
03.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Von Ruhe und Entspannung ist momentan keine Spur im Rotherma. In dem Thermal- und Mineralbad haben die Handwerker das Sagen. Neben den jährlichen Pflege- und Wartungsarbeiten, die bis einschließlich Freitag, 10. Mai, dauern, laufen bereits seit August 2018 umfangreiche Umbauarbeiten. Das bisherige rund 80 Quadratmeter große Außenbecken wird zu einem weiteren witterungsunabhängigen Therapiebereich mit einer Gesamtwasserfläche von etwa 100 Quadratmetern umfunktioniert.

Die Arbeiten sollen laut Rotherma-Geschäftsführer Wolfram Zahnen im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein. Investiert werden 2,9 Millionen Euro, davon übernimmt das Land als Zuschuss (Tourismusförderung) knapp 895 000 Euro. Ursprünglich war dieser Bereich als Spaßbecken konzipiert. Doch mit einer Wassertemperatur von 28 Grad (im Innenbecken sind es 32 Grad) war das Interesse der Besucher laut Zahnen nicht so groß. Deshalb sei es sinnvoll, das Außen- zu einem Innenbecken zu machen. Es soll künftig als Bewegungsbecken genutzt werden. Dazu sind unter anderem eine Glasverkleidung und eine große Dachglaskuppel vorgesehen.

Der künftige Schwerpunkt der Nutzung soll für Therapie sein. Insbesondere die Rheuma-Liga soll Nutznießerin des umgebauten Beckens sein. "Maximal 20 Personen", so Zahnen, sollen sich in dem Becken bei der Therapie gleichzeitig aufhalten dürfen. Außerhalb der Therapie kann das neue Edelstahlbecken dann auch zur Wellness genutzt werden, so der Rotherma-Chef. Es sei künftig ein Multifunktionsbecken, betont er mit einem gewissen Stolz und sieht damit die Zukunft für die Einrichtung gesichert. Darunter verstehen Experten einen Zeitabschnitt von etwa fünf Jahren. Eingebaut werden unter anderem Beckensprudler und verschiedene Wasserdüsen für Massage.

"Es ist keine einfache Baustelle", betont der Geschäftsführer. Bei dem Beckenumbau sei die Statik eine große Herausforderung. "Es ist kein Neubau, sondern erst ein Rückbau und dann ein Umbau", beschreibt er die verschiedenen Arbeitsschritte. Als eine der ersten Maßnahmen war das große Schutzgerüst errichtet worden, damit die Firmen wetterunabhängig arbeiten können. "Im Bauzeitenplan sind wir gut unterwegs", versprüht Zahnen Optimismus, den Dezember für die Fertigstellung halten zu können.

Zu den Schwierigkeiten gehört die Vielzahl der Firmen, die manchmal zeitgleich auf der Baustelle tätig sind. "Teilweise sind bis zu 13 Firmen im Haus", sagt Zahnen.

Jährliche Pflege- und Wartungsarbeiten

Als Laie kann man sich nicht vorstellen, dass Ende nächster Woche wieder der Betrieb aufgenommen werden kann. Neben dem Beckenumbau laufen aktuell die jährlichen Pflege- und Wartungsarbeiten. "Das machen wir von Anfang an jedes Jahr", unterstreicht der Geschäftsführer. Das Rotherma wurde 1981 eröffnet, und gleich nach der ersten Saison war die Einrichtung für einige Tage geschlossen. Meist Ende April / Anfang Mai ist diese Phase. "Acht bis zwölf Tage dauert in der Regel diese Schließung", erklärt Zahnen. Mittlerweile ist es folglich das 38. Mal. Weiter erklärt er: "Es gibt Bereiche, zu denen wir im laufenden Betrieb nicht hinkommen." Die Arbeiten beziehen sich auf die gesamte Einrichtung, also Thermalbad, Saunalandschaft mit Felsensauna und Eisgrotte sowie das Gesundheitsstudio für Prävention und Rehabilitation, in der klassischen Physiotherapie und im Wellnessbereich. Und auch diese Arbeiten gehen ins Geld. Rund 250 000 Euro werden dafür jedes Jahr investiert - auch für den Werterhalt der Einrichtung.

Die Zeit ohne Publikumsverkehr wird natürlich auch genutzt, um lärm- und staubintensive Arbeiten am künftigen Innenbecken auszuführen.

Mit der Wiedereröffnung am Samstag, 11. Mai, gilt bis zum 30. September auch wieder das Angebot über die Sommermonate, sprich unbegrenzter Aufenthalt, betont Zahnen.

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