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Mit neuen Anforderungen auseinandersetzen
Mit neuen Anforderungen auseinandersetzen
03.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Die Fortschreibung des Gemeindeentwicklungs- und Demografiekonzepts sei ein "Auseinandersetzen mit neuen Anforderungen", so formulierte es Frieder Hartung von der Stadtentwicklungsgesellschaft STEG im Gemeinderat. Das Gremium befürwortete einstimmig die Weiterentwicklung, die detaillierte Ausarbeitung wird noch erfolgen.





Hartung blickte auf die bisherigen Aktivitäten zurück. Das Gemeindeentwicklungskonzept sei mit den drei Handlungsfeldern nachhaltige Ortsentwicklung, Zusammenleben der Generationen und attraktive Infrastruktur klar definiert.

Zur Ortskernsanierung gehören die Innen- und Außenentwicklung mit den Themen Baulücken füllen und Brachflächen entwickeln. Gerade an den Baulücken müsse man "dran bleiben", sie ersetzten fast ein neues Baugebiet, so hatte es Bürgermeister Toni Huber in seiner letzten Gemeinderatssitzung formuliert.

Auch gelte es, die Ortsdurchfahrt (B 462) weiter aufzuwerten und Parkmöglichkeiten zu schaffen. Durch die Verengung der Fahrbahn könnte eine Lärmminderung erreicht werden, so ein Ansatz im Konzept der STEG.

Bei der Landschaftspflege gibt es mit der projekthaften Bearbeitung von Maßnahmen und der Erlebbarkeit der Naturlandschaften bei Gemeinschaftsaktionen geänderte Schwerpunkte.

Bereits am 14. November 2013 hatte der Weisenbacher Gemeinderat das Gemeindeentwicklungs- und Demografiekonzept beschlossen. Für die Handlungsfelder Gemeinwesen, Ortsentwicklung und Daseinsvorsorge wurden einzelne Maßnahmen entwickelt, wie weiter vorgegangen werden soll. Nach rund sechs Jahren stehen nun weitere Anforderungen an. Ziel ist, unter Berücksichtigung der sich ändernden demografischen, wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen die Gemeindeentwicklung konzeptionell fortzuschreiben und neu auszurichten.

Dazu fanden eine Klausurtagung des Gemeinderats, ein Jugendforum und ein öffentliches Bürgerforum statt. Gemeinsam mit den in der Projektgruppe tätigen Gemeinderäten Marius Eisele (CDU) und Heiko Seidt (Freie Wähler) hat die Verwaltung mit der STEG Bilanz gezogen und aus dem Dialog von Bürger, Gemeinderat und Verwaltung einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken wurden ausgearbeitet und bestehende Projektideen auf deren Fortschritt betrachtet.

Familienfreundliches Weisenbach, aktives Vereinsleben, ein offener Treffpunkt für die Jugend sowie die Aktivitäten der Seniorengemeinschaft sind die Themen im Handlungsfeld "Zusammenleben der Generationen".

Ein Beispiel dafür ist der Wunsch für eine Begegnungsstätte für Jugendliche, zusätzlich zum bestehenden Bauwagen.

Für die Infrastruktur ist die zukünftige Nutzung des Schulgebäudes wichtig, da die Werkrealschule wegen zu geringer Anmeldungen auslaufen wird (das BT berichtete). Die Entwicklung des Hirsch-Areals für Wohnen für speziellen Bedarf (betreutes Wohnen), die Sanierung der Festhalle sowie die weitere Entwicklung des Zimmerplatzes stehen im Fokus.

Es gelte vor dem Hintergrund des guten Zusammenlebens und der Einbindung aller Generationen der Ansatz, die Gemeinde durch aktive Beteiligungsmöglichkeiten lebens- und liebenswert zu gestalten, so die STEG. Die Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzepts diene als Orientierung und müsse regelmäßig an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Die Stabilisierung auf dem jetzigen Niveau sei eine große Aufgabe.

"Wir müssen gemeinsam in die richtige Richtung gehen", sagte Gemeinderat Marius Eisele. Wichtig sei, die Einwohnerzahl bei rund 2 500 Bürgern zu stabilisieren, um den Einkommensteueranteil als Einnahmequelle der Gemeinde zu halten. Die Ausstattung in Weisenbach sei sehr gut, Einkaufsmöglichkeit, Ärzte oder umfassende Angebote für Senioren sind vorhanden, bekräftigte er.

Neuen Wohnraum zu schaffen und Leerstände zu beseitigen nannte er als eine wichtige Aufgabe für die Zukunft und "man müsse darüber sprechen, wie gut man in Weisenbach leben kann" .

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