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Musiker denken weit voraus
Musiker denken weit voraus
17.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Katharina Vogt

Murgtal - Es war eine kleine Sensation, als 2016 rund 100 Nachwuchsmusiker aus fünf Murgtäler Musikvereinen ein gemeinsames Jugend-Konzert-Programm in Forbach präsentierten. "Murgtalkids in Concert 2016" war ein Riesenerfolg. Die Musikvereine aus Weisenbach, Au, Langenbrand, Gausbach und Forbach trafen mit dem Projekt nicht nur bei den Mitwirkenden voll ins Schwarze - auch das Publikum aus dem ganzen Murgtal war begeistert.





Nun planen die Vereine eine Neuauflage, das Projekt zieht Kreise. Es haben sich noch drei weitere Vereine, Hilpertsau, Reichental und Hundsbach, angeschlossen. Auch sie werden Kinder und Jugendliche zu dem geplanten Konzert am 21. September nach Forbach entsenden.

Ideengeber und musikalischer Leiter von "Murgtalkids in Concert 2019" ist Thomas Roth. Selbst den Musikverein Forbach entscheidend geprägt, ist er bis heute dem Verein als Vizedirigent treu sowie erfolgreicher musikalischer Leiter der Blasmusikkapelle Obersasbach. Gemeinsam mit einem engagierten Team aus den beteiligten Musikvereinen hat er die Neuauflage des großen Gemeinschaftskonzerts entwickelt und leitet die Proben.

Die erste fand bereits in Langenbrand statt. Aber mit Gesamtproben alleine ist es nicht getan, die Kinder und Jugendlichen werden zusätzlich in Satzproben in ihren Vereinen von versierten Dirigenten und Instrumentalisten vorbereitet. Rund 30 Blockflötenkinder werden unter der Leitung von Christa Haas-Krech als jüngste Teilnehmer beim Konzert auftreten.

Mit 60 bis 70 Instrumentalisten rechnet Thomas Roth im Jugendorchester "Murgtalkids" - im Alter von zehn Jahren bis hin zu jungen Erwachsenen.

Der Leistungsstandard ist sehr unterschiedlich, es sind Nachwuchsmusiker dabei, die erst auf zwei Jahre Instrumentalunterricht zurückblicken, aber auch Absolventen der Silber- und Gold-Lehrgänge für das Jungmusikerleistungsabzeichen. Dieses breite Spektrum erfordert ein hohes Maß an Vorbereitung und Engagement der beteiligten. "Spannend für alle", meint auch Thomas Roth, denn die Kinder und Jugendlichen haben zuvor nicht gemeinsam musiziert, die erste Probe verlief bereits sehr vielversprechend.

Warum der zusätzliche Aufwand, die Fahrdienste zu den Proben und die zusätzliche Arbeit mit den Vorbereitungen, die alle Vereine gemeinsam schultern müssen? "Keiner der Vereine hat so viel eigenen Nachwuchs, dass ein eigenständiges Jugendorchester langfristig entwickelt werden kann. Daher schließen wir uns nun temporär für dieses Projekt zusammen und hoffen sehr, dass daraus ein Motivationsschub für alle Jungmusiker entsteht", erklärt Roth.

Gemeinsam mit Gleichaltrigen Musik zu machen ist eine gute Erfahrung, die erste Probe hat bereits ein hohes Maß an Begeisterung erkennen lassen: "Das macht auch uns Dirigenten froh", bestätigt Roth. Genauso bunt wie die Musikerschar soll auch das Programm werden. Nicht nur die Blockflötenkinder werden die Grundlagen der Instrumentalausbildung präsentieren. Das Projekt macht auch die Bildung von homogenen Ensembles möglich sowie ein großes Orchester, das sich von der Popularmusik über symphonische Titel bis hin zur traditionellen Blasmusik aus allen Ecken des Notenschranks bedienen kann - auch wenn die Dirigenten die Noten je nach Können anpassen.

Großes



Experiment

"Es ist alles irgendwie wie ein großes Experiment", erklärt Roth im Gespräch mit dem BT. Von der Vorbereitung, der Flexibilität und der Kreativität aller Verantwortlichen hängt es ab, ob alle Pläne auch umgesetzt werden können. Jeder Verein bleibt in seiner sonstigen Jugendarbeit völlig eigenständig, nur das Konzertprojekt soll gemeinsam stattfinden.

Daher hat sich eine Projektgruppe aus Vertretern aller Vereine gegründet, die vor allem für die Organisation dieses Events zuständig ist. "Werbung, Sponsoring, Programmhefte, Dekoration, Bewirtung - im Hintergrund wird da unheimlich viel Arbeit investiert", lobt Roth seine Mitstreiter. Nachgedacht wird derzeit auch über eine "Aftershow-Party".

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