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Kulturgut aus vergangenen Zeiten
Kulturgut aus vergangenen Zeiten
13.06.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (mhr) - Zum 26. Mal öffneten über 100 Mühlen in Baden-Württemberg zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag ihre Pforten. Dass auch Mühlen im Nordschwarzwald dabei sind, versteht sich von selbst. Im Forbacher Höhenortsteil Bermersbach erwies sich die Ebet-Mühle einmal mehr als Anziehungspunkt für Wanderer und Spaziergänger.

Am Deutschen Mühlentag lädt der Heimatverein Bermersbach schon seit Jahren zu Besichtigung und Vorführungen in das historische Kleinod ein. An Wasser fehlte es dem Ebetbach diesmal auf jeden Fall nicht - gut für die Mühle. Und Wanderfreunde lassen sich durch zeitweisen Regen nur bedingt die Laune verderben. Zumal man drinnen bei "Freizeit-Müller" Christof Wunsch, Verwaltungsmitglied des Heimatvereins, einen faszinierenden Einblick in ein Stück Kulturgut aus vergangenen Zeiten erhält.

Mehr als 70 junge und ältere Besucher haben die Mühle an diesem Tag besucht, darunter sechs Biker aus Ungarn. Klein-Tim (fast drei), in der sicheren Obhut seines Opas, zeigt sich besonders am Einfülltrichter für den Weizen interessiert.

Und der Trichter ist ja auch größenmäßig ziemlich imposant. Zwischen dem stehenden und dem Laufstein wird das Korn dann gemahlen. Je stärker der Laufstein abgesenkt ist, desto schneller der Mahlvorgang und umso feiner das Mehl. Bei normaler Mahlgeschwindigkeit braucht es etliche Mahldurchgänge. Die zunehmend feineren Bestandteile werden im Mehlsieb aufgefangen. Die früher als Tierfutter verwendete Kleie landet im sogenannten "Kleiekotzer". Heute hilft Kleie bei so mancherlei Wohlstandsbeschwerden.

2002 hat der Heimatverein Bermersbach die alte Mahlmühle mit Elektroantrieb auf einem Bauernhof in Tennenbronn erworben. Das Wasserrad mit 36 Schaufeln und einem Durchmesser von 3,60 Metern ist ebenso wie der Wasserkanal aus Lärchenholz. Dank zahlloser Arbeitsstunden von rund 50 Helfern und Spenden von Mitgliedern und Heimatfreunden aus dem gesamten Murgtal konnte die neu gebaute Ebet-Mühle im Spätsommer 2004 eingeweiht werden. Seither wird an diesem Ort, 200 Meter vom einstigen Mühlenstandort entfernt, eine uralte Tradition neu belebt. Die Mühle am Fuße des Ebet-Tals neben dem Ebet-Bächle "klappert" meistens zu Vorführzwecken und stets zur Freude ihrer Gäste. Den farbenfrohen Laubsägekopien von "Max und Moritz" an der hinteren Mühlenwand scheinen die Umtriebe auch zu gefallen.

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