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Viel Applaus für fairen Wahlkampf
26.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Geht es nach dem "gefühlten Applausmesser", liegen die beiden Bürgermeister-Kandidaten Christoph Kist (27) und Daniel Retsch (36) gleichauf. Bei der öffentlichen Vorstellung in der Weisenbacher Festhalle präsentierten sie am Montagabend ihre Ideen, sollten sie am kommenden Sonntag zum Nachfolger von Toni Huber gewählt werden.

Das Interesse war immens, die Stühle in der Festhalle reichten nicht aus, Stehplätze an der Seite und im hinteren Hallenbereich waren dicht besetzt. Auch auf der Empore fanden die Zuhörer Platz; im Hof vor der Festhalle hatte die Feuerwehr zusätzliche Bänke aufgestellt, die Reden wurden nach draußen übertragen.

Inhaltlich liegen die Themen der Kandidaten eng beieinander, das wurde in ihren Reden deutlich (das BT berichtete). Jeder hatte 20 Minuten Zeit, sich und seine Ideen vorzustellen. Beide Kandidaten punkteten mit Kenntnissen über die Gemeinde und die Themen, die in der Zukunft angegangen werden müssen. Seit Wochen sind sie unterwegs, um sich bei Bürgern, Vereinen, Gruppen und Institutionen vorzustellen und über deren Anliegen zu informieren.

Uwe Rothenberger, Bürgermeister-Stellvertreter und Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, lobte den fairen Wahlkampf, den beide Kandidaten mit viel Engagement geführt hatten - als Dank gab es viel Beifall der Zuhörer.

Nach den jeweiligen Reden konnten die Bürger zehn Minuten lang Fragen an die Kandidaten stellen. So wollte Günter Westermann wissen, wie die Bewerber auf kommunaler Ebene auf den Klimawandel reagieren wollen. Sowohl Kist als auch Retsch bezeichneten diesen als "wichtiges Thema", das seinen Niederschlag in der Kommunalpolitik finden müsse, auch in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen. Weisenbach habe gezeigt, wie man Wasserkraft und Solarenergie nutzen könne, so Retsch.

Lückenschluss auf

der Tour de Murg

Weiteres Thema war der immer noch ausstehende Lückenschluss auf der "Tour de Murg" - die Radbrücke lässt immer noch auf sich warten. Das Land sei in der Verantwortung, antwortete Kist auf die Frage von Karin Streeb. Mit dem Bau soll Anfang 2020 begonnen werden. Die Situation könne so nicht bleiben, bekräftigte Daniel Retsch. Ob er Weisenbach als einen Schritt auf seiner Karriereleiter sehe, wollte Hans Georg Künstel von Christoph Kist wissen. Er und seine Freundin Linda Knauer fühlen sich in Weisenbach sehr wohl, entgegnete dieser, er wolle auf jeden Fall, sollte er gewählt werden, nach Ablauf der ersten Amtsperiode wieder kandidieren. Vielleicht wäre er ja der Dritte, der 25 Jahre Bürgermeister in der Gemeinde bleibe, so Kist. Für diese Aussage erntete er viel Applaus. Im Falle einer Wahl will er seine Lehrtätigkeit an der Verwaltungshochschule in Kehl aufgeben, so die Antwort auf die Frage von Frank Stößer. Neubürgerempfang sowie die Integration von Flüchtlingen ("funktioniert gut") waren weitere Themen.

Die Frage, ob der Beschluss, die Werkrealschule in Weisenbach wegen zu weniger Anmeldungen für die Klasse 5 "auslaufen" zu lassen. ein "Schnellschuss" des Gemeinderats gewesen sei, beantwortete Daniel Retsch mit: "Die Entscheidung ist gefallen." Auch bei möglichen Änderungen der Schulpolitik und trotz Überlegungen der Kultusministerin, auf die der ehemalige Rektor Adi Marxer hinwies, könne eine neue fünfte Klasse nicht mehr gebildet werden, berichtete Retsch aus seiner Erfahrung als Hauptamtsleiter in Sasbach. Dort hatte sich diese Frage auch gestellt.

"Ich ziehe den Hut vor den Kandidaten", sagte Uwe Rothenberger in seinem Schlusswort. Er appellierte an die Bürger: "Geht zur Wahl, wir haben zwei gute Kandidaten." Die Wähler sollten nur einen der beiden Bewerber ankreuzen und keine anderen Namen auf die Stimmzettel schreiben: "Gottfried Lang und ich, wir freuen uns über Stimmen, aber nicht bei dieser Wahl."

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