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Mit dem Sonderzug in den Nationalpark
Mit dem Sonderzug in den Nationalpark
22.07.2019 - 00:00 Uhr
Murgtal (hap) - Nachdem sich der "Murgtäler Radexpress" mit Start in Ludwigshafen inzwischen als erfolgreichster aller acht Radexpress-Züge in Baden-Württemberg etabliert hat, fuhr er am Samstag erstmals mit der Erweiterung als Nationalparkexpress in das Murgtal bis Baiersbronn. Damit wurde das Angebot für Wanderer und Radfahrer noch weiter ausgedehnt. Ab sofort besteht die Möglichkeit, bei diesen Sonderfahrten mit Guides des Nationalparks Schwarzwald zwei geführte Touren durch das Gebiet des Nationalparks zu unternehmen.





Die Idee, von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen in einen Personenzug der Bahn zwei spezielle Fahrradwagen zu integrieren, wird immer besser angenommen. Die Beliebtheit des Sonderzugs für Tagestouristen beruht hauptsächlich auf der "Tour de Murg". Auf ihr können die Radler dann auf einem gut ausgebauten Radweg von Freudenstadt oder Baiersbronn aus, parallel zu dem Fluss, durch das landschaftlich schöne Tal wieder zurück bis zu den Bahnhöfen Gaggenau oder Rastatt fahren. Von dort aus können die Tagesgäste wieder mit der DB über Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim die Heimreise antreten.

Bei der Premierenfahrt, die in eine normale Fahrt des Radexpress integriert ist, war neben vielen Radlern eine Großmutter mit ihrem Enkel aus Ubstadt-Weiher an Bord. Sie habe von der neuen Aktion gelesen, und da sie bisher nur den Hochschwarzwald, nicht aber die Region des Nationalparks kenne, wollte sie diese Gelegenheit nützen. Auch waren mehrere Studenten aus Karlsruhe unterwegs, die im Murgtal zum Teil schon oft gewandert sind.

Der Sonderzug wird von der DB Region Mitte, der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) angeboten. Weiter als kooperierende Partner sind die Gemeinden der Tourismusgemeinschaft "Im Tal der Murg" und die "Baiersbronn Touristik" beteiligt. Ein Förderer von Radexpress und "Tour de Murg" ist der "Arbeitskreis Tourismus und Freizeit" in Gaggenau. Dessen Sprecher Manfred Vogt hat mit dem Geschäftsführer der beiden Tourismusorganisationen im Murgtal, Patrick Schreib, einen wichtigen Partner gewonnen, wie er betonte.

In einem der ersten Gespräche nach dessen Übernahme der Geschäftsführung für "Im Tal der Murg" sei auch die Idee entstanden, den Nationalpark als weiteres Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer zu integrieren. Allerdings zeigte sich Vogt leicht enttäuscht darüber, dass bei der Nationalparkexpress-Premiere außer den Vertretern der Betreiber weder Vertreter der politischen Parteien noch der Nationalpark-Verwaltung anwesend waren. In Forbach, dem Ausgangspunkt für die Wanderer, war Thomas Hudeczek, bei der Gemeindeverwaltung Forbach für Tourismus zuständig und ehemaliger kommissarischer Geschäftsführer des Tourismus-Zweckverbands "Im Tal der Murg", bei der Einfahrt am Bahnsteig mit dabei. Die Tour-Teilnehmer fuhren anschließend mit dem Linienbus weiter nach Hundsbach. Ab dort wurden sie von Nationalpark-Rangern auf eine Wanderung bis Herrenwies begleitet. Danach ging es wieder mit dem Linienbus zurück nach Forbach.

In Baiersbronn wurden die Nationalpark-Radler von Patrick Schreib empfangen. Er hatte zwei Mountainbikeführer dabei, die die Radler zunächst auf der Fahrt bis an den Treffpunkt mit den Rangern aus dem Nationalpark begleiteten. Gemeinsam ging es dann durch Nationalpark-Gebiet bis zum Ziel nach Raumünzach.

Wie Vogt betonte, will er für den Herbst ein Treffen organisieren, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Aufgrund der Erfahrungen am Samstag wünscht er sich für nächstes Jahr mehr Werbung an den Hochschulen in Karlsruhe und durch die Nationalpark-Verwaltung.

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