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Schade, dass die Zeit zu Ende geht
Schade, dass die Zeit zu Ende geht
13.09.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Seit 1. Mai ist Uwe Rothenberger der "faktische Chef" im Weisenbacher Rathaus - seit dem Amtsantritt von Toni Huber als Landrat. Ob er sich an dieses Amt gewöhnt hat? Das Rathaus-Team mit Hauptamtsleiter Walter Wörner, Kämmerer Werner Krieg und Sekretärin Manuela Frorath an der Spitze mache ihm das Amt leicht, ist er voll des Lobes. " Sie bereiten die Termine vor und halten mir den Rücken frei."

Die rund fünf Monate dauernde "Amtszeit" als Bürgermeister-Stellvertreter ist natürlich weitaus länger als die bisherigen Vertretungen, wenn der Rathaus-Chef im Urlaub war. Es sei absehbar gewesen, dass dies auf ihn zukommen würde, als sich Huber als Landrat beworben hatte und dann auch gewählt wurde. Allerdings wusste niemand, wann der neue Bürgermeister in Weisenbach sein Amt anritt. "Für mich war klar, dass es einige Monate dauern würde."

Relativ früh habe er sich darauf eingestellt, die Situation mit der Familie und seinem Arbeitgeber, dem Gaggenauer Benzwerk, abgeklärt. Gerade von seiner Frau Edeltraud erhalte er viel Rückendeckung. Seit 25 Jahren ist Rothenberger Gemeinderat. Kein Termin habe ihn bislang Überwindung gekostet: "Ich bin zu allen gerne hingegangen, egal, ob Geburtstage, Ehejubiläen oder Sitzungen."

Immer montags sind Dienstbesprechungen in der Verwaltung, da wird das laufende Tagesgeschäft besprochen. Manche Dinge werden verschoben, bis der neue Bürgermeister im Amt ist, manche müssten aber breits in Angriff genommen werden. Dazu zählt zum Beispiel das Auslaufen der Haupt- und Werkrealschule. "Den Beschluss habe ich leider unterschreiben müssen." Auch gelte es, Themen für den Bauausschuss oder die Gemeinderatssitzung vorzubereiten.

Erfreulich sei für ihn, wie die Verwaltung arbeitet, lobt Rothenberger: "Die machen ihren Job richtig gut." Das habe er vorher schon gewusst, aber jetzt, als Vertreter des Bürgermeisters, sei er "noch näher dran". Unerfreulich seien die Entwicklungen im Umfeld der Bürgermeisterwahl gewesen, "man könnte auch sagen, unnötig", macht er deutlich. Aber wenn Bürger nach den Plagiatsvorwürfen gegen Daniel Retsch ein Problem mit dem Wahlausgang hätten, sei es deren Recht, auf den Bürgermeister-Stellvertreter, den Gemeinderat oder die Verwaltung zuzugehen und Informationen und Aufklärung zu fordern.

Erfolgreiches

Bürgergespräch

Mit dem Bürgergespräch im Gemeindezentrum sei eine gute Lösung gefunden worden. Diejenigen, die Sorgen hatten, seien zufriedengestellt worden, meint Rothenberger. Es seien keine Fragen offen geblieben, das Thema konnte abgeschlossen werden. Mediator Martin Müller habe es verstanden, die Gesprächsrunde zu leiten und Konflikte zu lösen.

Die Gräben, von denen nach der Bürgermeisterwahl die Rede war, seien wieder geschlossen: "Ich glaube, dass wieder Ruhe eingekehrt ist. Wir müssen in die Zukunft schauen, da gibt es genügend Themen." Als Beispiele nennt er die rückläufige Gewerbesteuer, Investitionen in Gebäude und Straßenunterhaltung, das Betreute Wohnen, die Zukunft der Grundschule oder der Brückenbau in der Schlechtau.

Die Einführung von Daniel Retsch ist am 1. Oktober, das "offizielle Ende" der Amtszeit von Uwe Rothenberger. Ist er darüber eher traurig oder erleichtert? Von der Terminseite sei es eher eine Erleichterung, räumt er ein. Er gehe schließlich gerne seinem Beruf als Export-Sachbearbeiter im Consolidation-Center im Benzwerk nach.

Und er hat einige Hobbys. So trainiert er zusammen mit Sohn Florian die Fußballmannschaft des FC Weisenbach. Ziel ist der Aufstieg in die Kreisliga A. Erfahrung hat er bereits als Trainer der Muggensturmer zweiten Mannschaft gemacht, mit der er den Aufstieg in die Kleisliga A geschafft hat. Motorradfahren und im Keller Gitarre üben sind weitere Hobbys. Seit zwei Jahren spielen Uwe Rothenberger, Gattin Edeltraud und Sohn Fabian als Komparsen bei "Tatort"-Produktionen mit, und bei den "Fallers" waren sie auch schon dabei. Dafür sei dann wieder mehr Zeit.

"Auf der anderen Seite ist es schade, dass die Zeit zu Ende geht. Ich habe es gerne gemacht, und werde auch in Zukunft zur Verfügung stehen", bekräftigt der 56-Jährige.

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