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Alternde Floriansjünger führen zur Gründung
Alternde Floriansjünger führen zur Gründung
14.09.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (red) - Seit 50 Jahren besteht die Jugendfeuerwehr in Forbach. Ein Anlass, der am morgigen Sonntag beim Gerätehaus gefeiert wird.


Ende der 1960er Jahre erkannten die Verantwortlichen der Feuerwehr Forbach, dass das Durchschnittsalter in der Mannschaft immer weiter anstieg. Ebenso fehlte es an Neuzugängen, blickt die Feuerwehr zurück. In anderen Gemeinden des Landkreises Rastatt wurden damals schon erfolgreich Jugendfeuerwehren gebildet, um Jugendliche an die Technik und die Einsatztaktik heranzuführen.

Der Forbacher Feuerwehrausschuss entschloss sich daher, die Planungen zur Gründung einer Jugendfeuerwehr voranzutreiben. Am 9. Dezember 1969 trafen sich dann Kommandant Franz Haas, Jugendwart Wolfgang Stöwer und sein Stellvertreter Gebhard Fritz sowie acht Jugendliche im Gasthaus "Adler" zur Gründung einer Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr in Forbach zählte somit zu den ersten im Landkreis Rastatt.

Durch intensive Mithilfe und Unterstützung der Grund- und Hauptschule in Forbach konnte man ein Jahr später auf einen Mitgliederstand von 19 Jugendlichen blicken. Trotz der erfreulichen Mitgliederzahl stellten sich die Anfangsjahre als sehr schwierig dar. Man hatte nicht die vorgeschriebenen Mittel, um die Mindestanforderung für eine Jugendfeuerwehr zu gewährleisten.

Eine Neuerung ergab sich im Jahr 1975. Bedingt durch die Gebietsreform fand auch bei den Feuerwehren ein Umdenken statt. Die Gemeindefeuerwehren Gausbach, Bermersbach, Langenbrand, Hundsbach und Herrenwies wurden zu Abteilungen der Gesamtfeuerwehr Forbach. Um Kosten einsparen zu können aber auch um die Effektivität der Ausbildung zu nutzen, beließ man es bei einer Jugendfeuerwehr.

Schwankende Mitgliederzahl

1982 erreichte die Jugendfeuerwehr ihren personellen Tiefstand mit sechs Jugendlichen. Nach einer sehr intensiven Werbeaktion gab es im folgenden Jahr bereits elf Neuzugänge. Von 2007 bis Ende 2017 existierten zwei Übungsgruppen. Aufgrund erfreulicher Mitgliederzahlen mit bis zu 33 Jugendlichen kam es zu einer Alterstrennung.

Der Mitgliederstand schwankte im Lauf der Jahre stark. Derzeit gibt es nur noch eine Gruppe. "Dies liegt unter anderem aber auch daran, das wir erfreulicherweise von 2007 bis heute insgesamt 37 Jugendliche an die Abteilungen der Feuerwehr Forbach übergeben konnten", berichtet Jugendwart Manuel Fichter.

Aktuell besteht die Gruppe aus 17 Jugendlichen, 15 Jungen und zwei Mädchen. Im Vordergrund der Aktivitäten steht die feuerwehrtechnische Ausbildung, damit die Jugendlichen später auch in die aktive Wehr übernommen werden können.

Doch nicht nur die Feuerwehrtechnik ist laut dem Jugendleiter wichtig, sondern auch das Miteinander mit anderen Jugendlichen, so bei den Aktivitäten der Kreisjugendfeuerwehr. Das alle zwei Jahre stattfindende Zeltlager gehört ebenso zum festen Programm. Neben dem regelmäßigen Übungsdienst ergänzen Ausflüge zu anderen Wehren, Besichtigungen von Firmen, Sport, Schwimmbadbesuche oder Hüttenwochenenden das Angebot bei der Feuerwehrjugend.

2018 gab es einige Neuerungen. So fiel der Startschuss für ein neues Freizeitangebot, das Zeltlager "hinteres Murgtal". Dort trafen sich die Jugendfeuerwehren aus Forbach, Gernsbach und Weisenbach in der ersten Woche der Sommerferien und bezogen ein gemeinsames Zeltlager in Gernsbach. Der nächste Höhepunkt in der 50-jährigen Geschichte war 2018 die Übernahme eines eigenen Mannschaftstransportfahrzeugs.

Auch 2019 ist ein besonderes Jahr in der Geschichte der Jugendfeuerwehr. Ab Mitte September wird es eine Kindergruppe in Forbach geben. Dort können Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren spielerisch die Feuerwehr erleben. Aktuell gibt es sechs Anmeldungen für diese Gruppe, die sich einmal im Monat samstags im Feuerwehrhaus treffen und einen Gruppennachmittag durchführen wird.

Morgen Fest im Gerätehaus

Das Jubiläum wird morgen, 15. September, gefeiert. Beginn ist um 11 Uhr im Gerätehaus. Es gibt die Möglichkeit, von der Drehleiter aus Forbach von oben zu betrachten. Auch der Umgang mit dem Feuerlöscher wird trainiert.

Die Jugendfeuerwehr präsentiert um 15 Uhr ihr Können und der Musikverein rundet den Tag um 17 Uhr musikalisch ab. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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