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Von Pilgerchor bis Rio Reiser
Von Pilgerchor bis Rio Reiser
27.09.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (tom) - Ein großes Jubiläum haben die Männer des Sängerbund Sulzbach vor der Brust: Einhundert Jahre wird das Ensemble 2020. Das soll nicht nur gefeiert werden - schließlich blicken die Mitglieder um Vorsitzenden Hubert Mahler lieber nach vorne als nur zurück. "Wer singen möchte, der ist uns herzlich willkommen", sagt Mahler. Das kann gerne auch in Form eines zeitlich begrenzten Engagements sein.

Warum soll man sich in Sulzbach melden? "Weil es Spaß macht, das Singen im Männerchor einmal ausprobieren und dabei reale Leute aus dem wirklichen Leben kennenzulernen", versichert der Vorsitzende mit Blick auf die sogenannten virtuellen Kontakte, mit denen man heutzutage viel Zeit verbringt.

Schon seit einigen Monaten sei ein Ruck im Ensemble zu verspüren, stellt Mahler fest. Schließlich habe der Sängerbund Anfang des Jahres mit Frank Herm "einen tollen Hecht" an Land gezogen: "einen neuen, jungen, engagierten Chorleiter, der er versteht, die Leute mitzuziehen und zu begeistern."

Eine gute Balance zu finden zwischen den verschiedenen Stilrichtungen, das hat sich Frank Herm mit dem Sängerbund vorgenommen - und er ist dabei nach Ansicht von Mahler und seinem Stellvertreter Gundolf Soyka auf einem sehr guten Weg. "Eight Days A Week" von den Beatles war das erste Lied, das Beatles-Fan Herm mit dem Chor einstudiert hat. "Vom Pilgerchor bis zum ,König von Deutschland' von Rio Reiser" oder einem Song der Spider Murphy Gang reicht das Spektrum.

Wer Frank Herm von der Rock'n'Roll-Bühne kennt, der weiß, dass er dabei auch am Klavier Akzente zu setzen weiß. "Chorgesang muss nicht altbacken sein", heißt die Losung in Sulzbach und Hubert Mahler ergänzt: "Das Tolle am Chorgesang ist, dass wir ja alle keine Solisten sind, sondern Teil eines Klanges aus vielen Stimmen. Daher wollen wir das Argument ,Ich kann nicht singen' nicht so ohne Weiteres gelten lassen." Wer einfach mal schnuppern will, für den sei jetzt die richtige Zeit. "Einfach vorbeikommen, keiner muss vorsingen. Spaß und Lockerheit sind und wichtig. Und: Wir sind offen für Neues."

Fürs Jubiläumsjahr, insbesondere das Konzert am 10. Oktober 2020, würde der Sängerbund gerne einen Projektchor zusammenstellen. Das hat es schon einmal gegeben, im Jahr 2015: 70 Leute haben da mitgemacht, längst nicht alle kamen dabei aus Sulzbach. Erneut ist jeder willkommen, und Sänger in der Tenorlage ganz besonders. Mittwochabends anderthalb Stunden sollte man Zeit haben, "und die Zahl der Auftritte ist wirklich überschaubar", betont Hubert Mahler, dass man beim Sängerbund gewiss "nicht jedes Wochenende belegt ist". 26 Aktive zählt das Ensemble derzeit, der Altersschnitt liegt bei 59 Jahren. "Überalterung ist nicht das große Thema bei uns, eher sind es berufliche Gründe." Stimmlich variabel ist das Ensemble, freut sich Chorleiter Frank Herm über seinen jungen, reinen Männerchor.

Und Gundolf Soyka ergänzt: "Frank schafft es gut, uns auch die rhythmisch anspruchsvollen Stücke zu vermitteln." Zurzeit üben die Männer gerade ein französisches Lied ein, ergänzt Hubert Mahler, "aber auch da muss man keine Sprachprüfung machen."

Wer sich für den Sängerbund Sulzbach interessiert, der kann sich wenden an Hubert Mahler, (0160) 8 61 70 04, oder per Mail an gundolf.soyka@posteo.de

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