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Mutterkuh Peggy führt die Herde an
Mutterkuh Peggy führt die Herde an
07.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gernsbach - Für Weidetierhalter gibt es bei ihrer Arbeit weder schlechtes noch gutes Wetter, sondern immer nur das, wie es gerade ist. So war es auch am Samstag beim 13. Weidefest der Weidetiergemeinschaft im Gernsbacher Ortsteil Reichental. Als die Helfer am Vormittag noch das Festzelt und die Buden aufstellten, wurden sie heftig von oben begossen. Nachdem sich später der Himmel gelegentlich aufhellte und der Regen immer mehr Aussetzer hatte, war es ohne Absprache für die Veranstalter wie die Besucher klar, dass das Fest stattfinden wird.

Mit halbstündiger Verspätung startete das Fest dann mit dem Brezelstecken-Umzug der Kinder und dem Abtrieb der Kühe in den Winterstall - und am Wegesrand standen trotz vieler Wolken fast genauso viele Besucher wie bei strahlend blauem Himmel. Das Weidefest in Reichental ist zugleich immer die Abschlussveranstaltung der Aktion "Gläserne Produktion" des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden. Dabei können Verbraucher von April an bei den Produzenten selbst in Augenschein nehmen, wie Nahrungsmittel erzeugt und zum Teil verarbeitet werden.

Die Reichentaler Rinder der Muttertierhaltung sind den Sommer über auf verschiedenen Weiden rund um den Ort. Daneben bewirtschaften die fünf Mitglieder der Gemeinschaft für vierbeinige Rasenmäher noch viele Wiesen im Landkreis für die Heugewinnung.

Eröffnet wurde das Fest wie immer mit dem Umzug für Kinder mit den bunt dekorierten Stecken, in deren Astgabel an der Spitze eine Brezel hängt. Begleitet wurden sie dabei von der Kapelle des Musikvereins Orgelfels Reichental, die anschließend auch im Festzelt für Unterhaltung sorgte.

Danach dauerte es eine ganze Weile, bis die Kühe aus dem Wald kamen und in Richtung Winterstall trotteten. Angeführt wurden die 22 Rinder von der ältesten Mutterkuh Peggy, die bereits 23 Jahre auf dem Buckel hat. Neu in der Herde, neben den Hinterwäldern aus dem Schwarzwald und den Kühen der Rasse Limousin aus Frankreich, sind Tiere einer anderen Rasse. Sie sind laut Willi Klumpp, dem Chef der Weidegemeinschaft, gut auf Flächen haltbar, die nicht so gehaltvolles Futter bieten. Begleitet werden sie neben Klumpp von den weiteren Mitgliedern der Weidegemeinschaft. Ein Teil der Rinder lief nach dem Passieren der Gasse mit den Zuschauern sofort in den Winterstall, während weitere zunächst noch auf der kleinen Weide daneben verweilten.

Für die Besucher ging es weiter im Festbereich. Kinder konnten das Heukino besuchen oder wurden im Bastelzelt beschäftigt. Die Erwachsenen nutzten meistens die Gelegenheit, im Festzelt bei Unterhaltung durch den Musikverein Orgelfels Reichental Hunger und Durst zu stillen. Es folgten die Alphornbläser aus Gernsbach, die diesmal witterungsbedingt im Zelt und nicht auf der Wiese gegenüber dem Stall spielten. Weiter ging es mit Gugg!..ä Musik us Richedal und den Mundstück-Schlotzern.

Die Murgtäler Gaudi Buam stifteten bis zum Schluss mit ihrer abwechslungsreichen Unterhaltungsmusik beste Stimmung unter den Gästen. Neben dem Festzelt präsentierte Ingo Rigsinger aus Gaggenau in einem Gehege seine Alpakas und bot selbst gemachte Produkte aus deren Wolle an.

Viele Kinder wurden von ihnen förmlich angezogen und fanden besonders die "lustigen Perücken" der Tiere aus den Anden mit den großen Augen interessant.

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