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Die Modelleisenbahn wartet bereits
Die Modelleisenbahn wartet bereits
09.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Elke Krieg

Gaggenau - "Es war eine schöne Zeit und es hat Spaß gemacht", resümiert Franz Kowaschik über seine Zeit als Ortsvorsteher in Michelbach. Am heutigen Mittwoch wird er von Oberbürgermeister Christof Florus offiziell aus diesem Amt verabschiedet.

Seit 1985 ist der gebürtige Karlsruher als Revierförster eingesetzt und hat in dem Fachwerkdorf seine neue Heimat gefunden. Vor zehn Jahren begann dann seine Karriere im Ortschaftsrat. Sein Wunsch war es, sich in die Kommunalpolitik einzubringen und die Geschicke des Dorfs mit zu lenken. Doch Franz Kowaschik wurde bei seinem Einstieg weitaus mehr als nur Ortschaftsrat, er wurde gleich der neue Ortsvorsteher als Nachfolger des 2015 verstorbenen Volkward Vath.

Im Rückblick erinnert sich Kowaschik an Einiges, was während seiner Amtszeit angestoßen, weitergeführt oder abgeschlossen wurde. Gern denkt der scheidende Ortsvorsteher an viele schöne Dorffeste. Das letzte Dorffest 2018 sei besonders gelungen gewesen: "Der Bach war sehr schön beleuchtet, die Stimmung war gut und die Handwerker zeigten ihre alte Handwerkskunst."

"Ein Ortsvorsteher

sollte vor Ort sein"

Als Ergebnis aus der Umfrage der Projektgruppe "Zukunft Gaggenau" wurden für Michelbach vier Projekte definiert und dafür im Ortschaftsrat Projektpaten gewonnen, die sich um deren Umsetzung gekümmert haben. Das meiste konnte davon inzwischen realisiert werden. So hat Michelbach nun zwei Defibrillatoren, einen an der Kirche und einen am Feuerwehrhaus, und der Gumpen wurde verschönert. Zwei Wohlfühlliegen s orgen nun unter anderem dafür, dass es sich am Gumpen gut aushalten lässt. Außerdem wurde das Mühlrad generalsaniert und dreht sich nun wieder in voller Pracht.

Es gab auch einen Wermutstropfen, denn der letzte Laden in Michelbach wurde geschlossen. Man habe zwar versucht, eine Verkaufsmöglichkeit im Ort zu installieren, sagt Kowaschik, aber die Konditionen waren zu schlecht, als dass dieses Vorhaben umgesetzt werden konnte. Doch die Bäckerei Weber hat dann eine Filiale eingerichtet, so dass die Bürger ihre frischen Backwaren weiterhin vor Ort einkaufen können.

Der "Tag für Michelbach", der sich aus der Aktion "Gaggenau räumt auf" entwickelt hat, hat sich mittlerweile etabliert: Zweimal im Jahr sind die Michelbacher im Einsatz und kümmern sich um das Erscheinungsbild ihres Dorfs. Erfreulich sei auch, dass nach langer Anstrengung eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h auf einem Teilstück der L 613 und im Ort realisiert werden konnte.

Und derzeit wird nun endlich mit dem letzten Teilstück die Sanierung der Karl-Stricker-Straße abgeschlossen, freut sich der scheidende Ortsvorsteher.

Berufliche Gründe gaben den Ausschlag, dass sich Kowaschik von diesem Amt nun zurückgezogen hat. Bisher war er im Innendienst in Bad Rotenfels tätig, doch ab 2020 wird er in Rastatt sitzen. "Dann kriege ich es zeitlich nicht mehr hin. Doch ich bin davon überzeugt, dass ein Ortsvorsteher auch vor Ort sein sollte", begründet er seine Entscheidung.

Kowaschiks erste Sitzung als "normaler" CDU-Ortschaftsrat und nicht mehr als Ortsvorsteher hat inzwischen stattgefunden und "es war schon etwas ungewohnt, nun auf einem anderen Stuhl zu sitzen", gibt er lächelnd zu. Für Michelbach wünscht er sich, dass die Infrastruktur erhalten bleibt und durch neue Baugebiete auch Kindergarten und Grundschule gesichert werden. Auch hofft er, dass die Aktion "ein Tag für Michelbach" weiterhin am Leben bleibt.

Noch zwei Jahre steht der heute 63-Jährige im Berufsleben. Den wohlverdienten Ruhestand möchte er entspannt angehen und er freut sich darauf, dann alles zu machen, wofür er bisher keine Zeit hatte. Kowaschik möchte sein Hobby Modelleisenbahn wieder ausüben. Außerdem fotografiert er gerne und kann das bei den geliebten Griechenland-Urlauben dann ausgiebig tun.

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