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Angebote besser sichtbar machen
19.10.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (birk) - Zu einem Runden Tisch hatte die Gemeinde Forbach ortsansässige private Zimmervermieter, Leistungsanbieter im Tourismus und generell Interessierte am Donnerstag in die Murghalle eingeladen. Thomas Hudeczek nannte als kommunaler Tourismus-Beauftragter die Ziele des Forums: Es gehe darum, die Akteure im örtlichen Fremdenverkehr näher zusammen zu bringen und in die Ideenfindung und -umsetzung einzusteigen.

Hudeczek informierte eingangs über das Projekt "Schwarzwald Dorfurlaub", in dem Forbach mit weiteren 20 Schwarzwaldgemeinden vertreten ist. Die Kampagne der Freiburger Schwarzwald Tourismus GmbH solle dazu beitragen, dass Dörfer und Ortsteile im ländlichen Raum in ihrer Attraktivität für Bürger und Gäste gestärkt sowie soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte vor Ort mobilisiert werden. Nach einer ersten Vor-Ort-Beratung durch die "Futour Tourismus- und Regionalberatung", der moderierten Auftaktveranstaltung im Frühjahr sowie einigen Beratungsterminen für Kleinvermieter will die Gemeinde nun die Anbieter von Unterkünften und anderen touristischen Leistungen besser vernetzen. Dazu gehöre wesentlich auch, die vorhandenen Angebote für Vermieter und damit auch für deren Gäste transparenter zu gestalten, so Hudeczek: "Ob es um die Eselwanderung, Schnapsverkostung oder die Tourenangebote von Wanderführern geht - wir wollen dieses Spektrum für die Zimmeranbieter vor Ort zugänglicher machen, damit diese ihre Gäste gezielt zu solchen Angeboten lotsen können." Dazu gehörten regionale kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerkliches oder Angebote.

Der folgende Meinungsaustausch in der überschaubaren Runde verdeutlichte einerseits die Bedeutung des Tourismus in der Waldgemeinde: Über 50 000 Übernachtungen zählen die örtlichen Unterkünfte nach kommunaler Schätzung jährlich, von den Hotels über die Jugendherberge Herrenwies bis zu den Kleinvermietern, wobei die Auslastungsquote übers Jahr gesehen recht unterschiedlich ausfalle. Auch an potenziellen Angeboten rund um Freizeit, Wandern, Sport oder Kultur mangele es nicht.

Ein Problem sei aber die mangelnde Sichtbarkeit der Angebote: Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von nur zwei bis drei Tagen wünschten sich Gäste Aktivitäten, die kurzfristig nutzbar sind. Dazu müssten aber die tagesaktuellen Möglichkeiten, angefangen von den Öffnungszeiten von Gaststätten und Geschäften oder dem Murgtalmuseum in Bermersbach, bis zu den Themen-Wanderungen der Schwarzwald-Guides, besser transparent gemacht werden. Während es zu einzelnen Angeboten wie den Westweg-Etappen oder dem Murgtalradweg genug Prospekte und Online-Informationen gibt, fehlt es nach der Erfahrung von Forumsteilnehmern an einem vollständigen, aktuellen Veranstaltungskalender, der die Gesamtheit des Angebots darstellen könnte. Eingebracht wurde zusätzlich der Vorschlag, für örtliche Spezialitäten oder auch Kunsthandwerk eine Form von "Depot" an öffentlich gut zugänglicher Stelle einzurichten.

Thomas Hudeczek konnte während des Termins ein erstes sichtbares Ergebnis des Projekts "Dorfurlaub" präsentieren: das "Forbacher Veschbapäggl" mit Hochprozentigem und Nahrhaftem aus dem Murgtal. Die Vorlage dazu sei von den Projektplanern gekommen. Das Ziel sei, solche Konzepte an den Bedarf vor Ort anzupassen und den Gastgebern an der Murg als Pakete für ihre Gäste anbieten zu können. Auch in anderer Hinsicht stellte er den Zimmeranbietern am Ort die Unterstützung der Gemeinde in Aussicht: "Förderungen sind möglich, wenn Gastgeber ihre Unterkunft aufwerten wollen. Zum Beispiel können wir über Zuschüsse sprechen, wenn bestimmte touristische Zertifizierungen angestrebt werden."

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