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Schreitbagger im steilen Gelände im Einsatz
07.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Die Bauarbeiten für die Neuverdolung des Langenbrander Grundbachs haben begonnen. Unübersehbar steht der große Autokran auf der Langenbrander Straße bei der Festhalle, um Rohrteile und Baumaterial an dem Steilhang zur Murg zu platzieren. "Wir arbeiten uns von vorne nach hinten voran", erläutert Forbachs Ortsbaumeister Oliver Dietrich das Vorgehen.

Zuvor hatte ein Schreitbagger das abschüssige Gelände zur Murg hin für die Arbeiten vorbereitet. Laut Zeitplan soll im Juni 2020 alles fertig sein. Die Verlegung wird in Abschnitten durchgeführt, erläutert Dietrich. Vorteil des Arbeitens von der Böschung her ist, dass die bisherige Dole noch zur Wasserableitung in Betrieb bleiben kann, wenn sie auch im Lauf der Jahre eingebrochen ist. Für Januar und Februar rechnet er mit einer witterungsbedingten Pause.

Die kalkulierten Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 1,4 Millionen Euro. Das Ausschreibungsergebnis lag im Rahmen der Kalkulation, "uns ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Bürgermeisterin Katrin Buhrke bei der Vergabe im Gemeinderat. Eine Dole mit 300 Metern Länge und fünf Schächten soll entstehen. Die bisherige Verdolung weist irreparable Schäden auf.

Wichtig für die Narren: Die Festhalle wird während der Fastnacht zugänglich sein. "Es wird sicherlich Einschränkungen im Verlauf der Arbeiten geben", schränkt Dietrich ein. So müssen Anwohner Umwege zu ihren Grundstücken in Kauf nehmen, war bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung zu erfahren.

Das Büro RBS-Wave hat die Planung durchgeführt, die Verdolung wird auf rund 300 Metern Länge unter dem Festplatz erfolgen. Betroffen ist der Bereich vom Feuerwehrhaus über das Gelände der Firma Fritz Automation, der Festplatz, der Kinderspielplatz sowie die Langenbrander Straße. Die Feuerwehrabteilung Langenbrand muss im Verlauf der Sanierung ihre Fahrzeuge und Ausrüstung aus dem Gerätehaus auslagern, um einsatzfähig zu bleiben, wenn die Zufahrt dort nicht mehr möglich ist.

Die alte Dole aus dem Jahr 1964, die auf dem Grund des aufgefüllten Tals in einer Tiefe von rund sechs bis 28 Metern liegt, ist zusammengebrochen und nicht mehr zu sanieren. Sie soll verfüllt werden. Die neue Dole mit einem Durchmesser von 1,20 Meter wird zwischen 2,80 Metern und sechs Metern tief verlegt und mit fünf Schächten versehen, was eine Kontrolle ermöglicht.

Das Tal war über mehrere Jahre aufgefüllt worden, um die damalige B 462 auf eine verkürzte gerade Linie verlegen zu können. Auf einem Teil des aufgefüllten Geländes entstand die Festhalle. Bei Begehungen, die unter akuter Lebensgefahr abgebrochen werden mussten, war sichtbar geworden, dass der unterirdische Kanal teilweise eingestürzt und der Querschnitt dabei vollständig verschüttet ist. Darüber hatte der Ortsbaumeister den Gemeinderat vor dessen Beschluss zur Neuverlegung informiert. Es besteht dringender Handlungsbedarf, das Wasser sickert außerhalb des Kanals durch das aufgeschüttete Erdreich in Richtung Murg. Mehrfach hatten sich Ortschafts- und Gemeinderat mit der Thematik befasst, die Behebung des Problems ist seit Wochenbeginn in Arbeit.

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