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RSC/DJK holt sich den Murgtal-Titel
13.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gaggenau - Die Emotionen kochten vor allem in der Zwischenrunde hoch, als Turnierfavorit VFB Gaggenau gegen die erste Mannschaft des Ausrichters SV Michelbach spielte. Am Ende aber jubelten Andere: Mit dem Bezirksligisten Rastatter SC/DJK triumphierte eine Gastmannschaft bei dem erstmals als offene Murgtal-Meisterschaften ausgetragenen Qualifikationsturnier für den BT-Mittelbaden-Cup. Für eine perfekte Organisation hatte zum 33. Mal der SV Michelbach gesorgt.

"Wir sind rundum zufrieden, das Zuschauerinteresse war riesig", freute sich das Turnierleiter-Trio Paul Fuhrmann, Björn Blessing und Daniel Herm. Einziger Wermutstropfen waren die zwei Roten Karten, die in besagter Zwischenrundenpartie verteilt werden mussten. Ansonsten aber boten die 15 Mannschaften von 10 bis kurz vor 19 Uhr fairen Hallenfußball vom Feinsten. Neben den Endspielteilnehmern sorgte insbesondere Titelverteidiger FC Obertsrot für Furore, der mit 38 Treffern die meisten Tore erzielte. In der Zwischenrunde aber verlor der A-Ligist sein erstes Spiel gegen den späteren Turniersieger mit 2:4 und musste sich diesmal mit dem kleinen Finale begnügen. Da ließen es die Jungs von Trainer Angelo Marotta noch einmal richtig krachen und fertigten den SV Michelbach mit 8:1 ab.

Der Ausrichter hatte kurz zuvor die Chance aufs Endspiel leichtfertig vergeben. Gegen Bezirksligist Ottenau hatte der Außenseiter aus der B-Klasse zwischenzeitlich mit 3:0 geführt, ein weiterer Treffer hätte fürs Finale genügt. Trotz Überzahl fiel das Tor aber kurz vor Schluss auf der anderen Seite, der VFB Gaggenau jubelte. Der Tabellenführer der Kreisliga A, Staffel Nord war nach dem 3:0-Sieg über Ottenau und dem explosiven 2:2 gegen Michelbach am Ende wegen des besseren Torverhältnisses durch.

Auch im Endspiel sahen den VFB die Experten leicht favorisiert, obwohl die Rastatter draußen eine Liga höher spielen. Das aber hat in der Halle nicht viel zu bedeuten. Trotzdem setzte sich die Gastmannschaft am Ende mit 4:3 Toren durch, auch weil sie insgesamt den cooleren Eindruck machte und weniger verbissen wirkte. Zudem merkte man Gaggenau an, dass mit Torschützenkönig Okan Eren (zehn Treffer) ein Leistungsträger angeschlagen ins Finale ging und mit Nurdogan Gür ein anderer wegen der Roten Karte gesperrt fehlte.

Letztlich war der Turniersieg für die Rastatter verdient - wenn es drauf ankam, waren sie stets hellwach und erlaubten sich keine Schwäche. Zudem stellten sie in Fabian Hildenbrand den besten Torhüter des Turniers, der im Endspiel sogar den 1:0 Führungstreffer für seine Mannschafte erzielte.

Zum besten Feldspieler wurde Adam Stefaniak vom SV Michelbach gekürt. Als Unparteiische fungierten Niklas Zygan (Waldprechtsweier), Philipp Miereisz (Durmersheim), Michael Sattler (Baden-Baden) und Thomas Zwick (Steinmauern). Der DRK-Ortsverein Ottenau war in der Jakob-Scheuring-Halle präsent, falls es zu schwereren Verletzungen gekommen wäre, was aber glücklicherweise nicht der Fall gewesen ist, wie die Turnierleitung kurz nach dem letzten Abpfiff mitteilte.

Zur Unterhaltung traten nach den Vorrundenpartien jeweils ein Betreuer der teilnehmenden Mannschaften zum Neunmeterschießen an. Am sichersten vom Punkt war dabei Manuel Rothenberger von der SV Ottenau, der dreimal in Serie verwandelte.

Neben dem Rastatter SC/ DJK nahmen sechs weitere Gastmannschaften (FV Sulzbach, FV Ottersdorf, OSV und Frankonia Rastatt, RW Elchesheim sowie FV Grünwinkel) an den offenen Murgtal-Meisterschaften teil; es fehlten der SV Forbach, der TSV Loffenau, der FV Hörden sowie die Fußball-Clubs aus Gernsbach und Weisenbach. Michelbach und Obertsrot waren jeweils mit zwei Mannschaften am Start. Sollte es nicht eine Wildcard geben, fände der BT-Mittelbaden-Cup, der diesmal vom FV Würmersheim ausgerichtet wird, erstmals ohne einen Verein aus dem Murgtal statt.

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