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Für die Zukunft gerüstet sein
Für die Zukunft gerüstet sein
14.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Barbara Gutmann

Gaggenau - Darauf kann die gesamte Kirchengemeinde der Seelsorgeeinheit (SE) Gaggenau stolz sein: Zum Neujahrsempfang am Sonntag nach dem Gottesdienst hatte sich eine beträchtliche Zahl an Gemeindemitgliedern aller fünf Pfarreien der SE im Gemeindesaal von St. Josef eingefunden.

"Fünf Jahre Pfarrgemeinderat und Seelsorgeeinheit Gaggenau!" Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Georg Bierbaums hat - zwar als letzter Redner - den Grund für eine etwas andere Gestaltung des Neujahrsempfangs erklärt: "Wir haben vor fünf Jahren mit fünf einzelnen Gemeinden begonnen und sind - wie alle Vorredner betonten - mittlerweile ein Team." Deshalb sollte sich auch dieses Team im Einzelnen präsentieren.

So hatten Vertreter aller Pfarrgemeinden spezielle Aspekte im Rückblick beleuchtet, während Pfarrer Tobias Merz für die musikalische Umrahmung sorgte. Für die gastgebende Gemeinde begrüßte Thomas Arnold in Vertretung von Herbert Walterspacher als erster Redner die Gäste und dankte allen Gruppierungen innerhalb des Gemeindeteams, die "für das Leben der Kirche unverzichtbar sind". Zu den herausragenden Projekten der vergangenen fünf Jahre zähle sicherlich der Josef-Treff. Seit 2017 sei er auf dem Vorplatz der Josefskirche als integrativer Ort der Begegnung mit mehr als 100 Veranstaltungen in den Köpfen und Herzen der Menschen angekommen als "ein Ort für ein neues Miteinander in Gaggenau".

Für St. Michael in Michelbach erinnerte Holger Holfelder an den "250. Geburtstag unserer Pfarrkirche". Drei Veranstaltungen prägten das Jubiläumsjahr: der Auftakt an Mariä Lichtmess, die Bergmesse und das Patrozinium. Stellvertretend für die ganze SE sprach er den Mesnerinnen und Mesnern einen "tief empfundenen Dank aus, die stets im Hintergrund in der Sakristei wirken, sich um die Pfarrkirchen kümmern und für unsere Ministranten und Seelsorger immer ein offenes Ohr haben".

Gegen ein großes Dekanat Rastatt

Andreas Merkel für St. Marien stellte als Vertreter des Stiftungsrats Aktivitäten und Baumaßnahmen der vergangenen fünf Jahre vor. "Nach 50 Jahren erstrahlt St. Marien wieder in neuem Glanz", freute er sich über die Sanierung von Außenfassade und Turm. Weiter nannte er die Renovierung der Pfarrhäuser in Moosbronn und Bad Rotenfels und die neue Orgel für Michelbach.

In den Kindergärten tat sich Wesentliches: die Erweiterung um zwei Gruppenräume in St. Marien ist fertig, der Anbau in Bad Rotenfels werde im März beendet. Gerade im Kindergartenbereich betonte Merkel, "dass uns die Vermittlung der christlichen Werte ein wichtiges Anliegen ist". Speziell dankte er allen Kindergartenteams für ihr Engagement und die Unterstützung. "Auch in diesem Bereich wächst die SE näher zusammen." Ein Dank galt auch dem Team im Stiftungsrat sowie den Sekretärinnen und Mitarbeitern in den Pfarrbüros, "die uns den Rücken frei halten".

Wolfgang Krieg freute sich für Moosbronn über den neuen Pfarrer Friedbert Böser und dankte Pfarrer Merz für die Aushilfen "in der pfarrerlosen Zeit". Als Geschenk für alle 22 Pfarrgemeinderäte brachte er das Marienbild von Maria Hilf mit, denn "die Muttergottes lässt uns nicht im Stich".

Abschließend dankte Georg Bierbaums von St. Laurentius allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern im Team der Seelsorgeeinheit und im Pfarrgemeinderat für das wertschätzende Miteinander. Gleichzeitig warb er für eine rege Teilnahme an den Pfarrgemeinderatswahlen im März: "Kirche sind wir alle! Wir müssen Kirche vor Ort gestalten. Wir brauchen Ihre Talente für eine lebendige Gemeinschaft."

Mit Blick auf die Strukturreform "Pastoral 2030" erklärte er die Vision, die von ihm und Pfarrer Tobias Merz in der jüngsten BT-Samstagsausgabe thematisiert wurde: Anstelle des großen neuen Dekanats Rastatt plädiere man für zwei räumlich getrennte Einheiten, denn in kleineren Strukturen lasse sich einfacher arbeiten. "Wir müssen auf Veränderungen reagieren und uns rechtzeitig für die Zukunft rüsten."

Oberbürgermeister Christof Florus betonte seine Freude über die Gemeinschaft und den Zusammenhalt innerhalb der SE, in der ein "Wir-Gefühl" gewachsen sei. Zum Schluss dankte Werner Fritz vom Gemeindeteam St. Josef für den guten Besuch und dem gesamten Bewirtungsteam. Sein Wunsch: "Kommen Sie mit Gelassenheit und Gottes Hilfe durch das Jahr 2020."

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