Rekord bei Forbach er Umzug

Rekord bei Forbach er Umzug

Forbach (kv) - "So einen großen Umzug hatten wir noch nie!" Die beiden närrischen Hoheiten Thorsten Kottler und Armin Merkel, die vor dem Rathaus in Forbach die Gruppen vorstellten, waren selbst ganz begeistert. Nachdem schon die Après-Skiparty am Freitag ein voller Erfolg gewesen war, sprengte der Jubiläumsumzug alle Erwartungen.

Die meisten Gruppen waren mit mehr Teilnehmern angereist als ursprünglich geplant. Daher korrigierten sie die Zahl der aktiven Teilnehmer auf 1300 Narren, verteilt auf 50 Gruppen mit 13 Wagen. Viele davon aus Forbach und den Teilorten, aber auch eine große Zahl von befreundeten Zünften und Karnevalsgesellschaften, die den Talhutzeln zum 66. Geburtstag gratulierten.

Schon um die Mittagszeit setzte der Strom von Besuchern und Teilnehmern ein. Als die Bundesstraße dann um 14 Uhr abgeriegelt wurde, war die Stimmung entlang der Umzugsstrecke bereits sehr gut. Mit Spannung wurden die Wagen erwartet, die an der Kreuzung am Kriegerdenkmal von Nicolai Wunsch und Patrick Barth launig vorgestellt wurden. Angeführt wurde der närrische Zug von dem Senioren-Elferrat und Ortsbüttel Marco Merkel, die auch folgerichtig vorschlugen, die Talhutzel im Jubiläumsjahr zum Weltkulturerbe vorzuschlagen - und zum Zeichen, dass diese Planung auch nachhaltigen Erfolg verspricht, stand auf dem Wagen eine große Zahl von Narrensamen in bunten Kostümen.

Dicht standen auch die Narren am Wegesrand - denn die vielen Gruppen geizten nicht mit Süßwaren und dem einen oder anderen Schluck Gebräu - wobei es sich nicht immer um Schnaps, Likör oder Sekt handelte. Wer Pech hatte, erwischte auch einen Becher Maggi. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn bei den vielen Gruppen war für jeden Fastnachts-Fan etwas dabei: Hexen, Teufel, Geister, Gardemädchen, Guggenmusik, Holzmasken, Hästräger, fantasievoll gestaltete Kostüme, lustige Perücken, Selbstironie und auch kritische Anmerkungen zur Forbacher Kommunalpolitik: So wollte die Gruppe vom Tennisclub dem örtlichen Gemeinderat dringend einen Weckruf verpassen.

Klein und Groß, Alt und Jung tanzten und jubelten bei jedem Fastnachts-Ruf, der sie ereilte, während die Jüngsten hinter Bonbons und Lollis her waren und sich die Taschen vollstopften. Nach etwas mehr als einer Stunde bog der bunte Lindwurm von der Bundesstraße ab in Richtung Talhutzelpalast (Murghalle), wo das närrische Volk gemeinsam den Abschluss feierte.

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